Wie geht es eigent­lich dem FC Ree­em­scheid?
Nicht gut. Der Klub, den der neue Trainer Thorsten Legat von Rem­scheid in Reeem scheid umbe­nannt hat, ist in dieser Woche mit einer def­tigen Klat­sche aus dem Nie­der­rhein-Pokal aus­ge­schieden. 1:7 unterlag die Mann­schaft von Legat dem Regio­nal­li­gisten Rot-Weiß Ober­hausen, und auch in der Lan­des­liga läuft es nicht beson­ders gut.

Der FCR ist Vor­letzter, aber es ist nur ein Gerücht, dass sich Legat ange­sichts der zu befürch­tenden Ent­las­sung schon ander­weitig umschaut. Der frü­here Profi soll ein Kan­didat für die nächste Staffel des Dschun­gel­camps sein, das prak­ti­scher­weise genau in die Win­ter­pause fällt. Legat hat bei der Rem­scheider Ver­eins­füh­rung Son­der­ur­laub für eine Wei­ter­bil­dungs­maß­nahme ein­ge­reicht. Er will testen, inwie­weit mit einer Ernäh­rungs­um­stel­lung auf eiweiß­hal­tige Kaker­la­ken­kost posi­tive Aus­wir­kungen auf die kör­per­liche Leis­tungs­fä­hig­keit zu erzielen sind.

Wer darf sich reich beschenkt fühlen?
Gian­luigi Buffon hat das Spiel­feld am Diens­tag­abend im Mön­chen­glad­ba­cher Borussia- Park in tiefer Trauer ver­lassen. Nach dem Schluss­pfiff hatte sich der Tor­hüter von Juventus Turin aus alter Ver­bun­den­heit in die Glad­ba­cher Kurve begeben, um dort seine Hand­schuhe gegen einen Borussen-Schal ein­zu­tau­schen.

Buffon hegt bekann­ter­maßen seit seiner Kind­heit eine völlig ver­ständ­liche Sym­pa­thie für den Klub mit dem ebenso geheim­nis­vollen wie unaus­sprech­li­chen Namen; trotzdem wurde sein Wunsch von einem klein­geis­tigen Glad­ba­cher Ultra abschlägig beschieden. Bevor jedoch Buf­fons Liebe end­gültig erkalten konnte, erschien eine offi­zi­elle Ultra-Dele­ga­tion im Kabi­nen­trakt und über­reichte Juves Tor­hüter doch noch einen Borussen-Schal. Gigi, der Glad­bach-Fan, konnte sein Glück ver­mut­lich gar nicht fassen.

Wo hat es die Kunst ganz beson­ders schwer?
Ach, waren das am Wochen­ende schöne Bilder: Zlatko Junu­zovic tun­nelt den Dort­munder Sokratis. Einmal. Zweimal. Dreimal. Da geht dem Freund des ansehn­li­chen Fuß­balls doch das Herz auf. Außer Thomas Eichin viel­leicht, dem Manager des SV Werder Bremen.

Der hatte näm­lich schon vor Wer­ders Spiel gegen Dort­mund via Bild“ Junu­zo­vics Hang zur brot­losen Kunst gegei­ßelt, ihm vor­ge­worfen er, mache zur­zeit ein biss­chen viel Hacke, Spitze, Eins-zwei-drei“. Aber genau solche Typen braucht Werder, gerade jetzt im Abstiegs­kampf – Leute, die auch vor Auto­ri­täten nicht kuschen und ein­fach ihr Ding durch­ziehen.

Was macht Felix Magath?
Hat ver­mut­lich in dieser Woche zum wie­der­holten Mal aus Frust seine kom­plette Woh­nungs­ein­rich­tung zer­legt – zumin­dest wenn die Gerüchte stimmen, die gerade aus Mün­chen kol­por­tiert werden. Magath ist zuletzt immer wieder mit dem Zweit­li­gisten TSV 1860 in Ver­bin­dung gebracht worden, es soll sogar ein Magath-Getreuer für das Amt des Prä­si­denten kan­di­dieren.

Mit der Instal­lie­rung von Oliver Kreuzer als neuem Sport­di­rektor bei den Sech­zi­gern hat sich eine Anstel­lung Magaths als neuer starker Mann aber wohl erle­digt. Jetzt bleibt doch nur noch Schalke 04.