5. RB Leipzig gegen Sport­freunde Lotte (2013)
Diesmal müsste es doch end­lich klappen mit dem Auf­stieg! RB Leipzig hatte doch nicht umsonst die Meis­ter­schaft in der Regio­nal­liga Nordost mit 14 Punkten Vor­sprung gewonnen. Und dann noch der neue Zuschau­er­re­kord von 30.000 Zuschauern in der vierten Liga! Klar, es war das Rele­ga­ti­ons­hin­spiel gegen die Sport­freunde Lotte, aber auch der Fuß­ball war kein schlechter. Welt­klasse“, titelte die Frank­furter All­ge­meine Zei­tung sogar, als Stefan Kutschke und Mat­thias Morys zum 2:0‑Hinspielsieg getroffen hatten. Womit da noch nie­mand rech­nete: dass Lotte im Rück­spiel über sich hin­aus­wachsen würde und in der 94. Minute des Rück­spiels zum 2:0 trifft. Also: Ver­län­ge­rung! Ein abge­fälschter Schuss von Morys bringt die Vor­ent­schei­dung für Leipzig, denn – nächste Unge­rech­tig­keit – Lotte hätte nun auf­grund der Aus­wärts­tor­regel, die auch in der Ver­län­ge­rung gilt, zwei wei­tere Tore schießen müssen. Statt­dessen trifft Kutschke per Elf­meter. Leip­zigs Trainer Alex­ander Zor­niger hatte im Freu­den­taumel eine ein­fache Erklä­rung: Lotte hat in dieser Saison 40 Spiele gemacht, wir 32, das hat man in der Ver­län­ge­rung gemerkt“. Also spielte Lotte auch im nächsten Jahr 40 Spiele. Als Titel­ver­tei­diger in der Regio­nal­liga West.

4. Borussia Mön­chen­glad­bach II gegen Werder Bremen II (2015)
Nun gut, könnte man sagen, wenn zwei U23-Mann­schaften um den Auf­stieg spielen, dann ist es den meisten Fuß­ball­in­ter­es­sierten ziem­lich schnurz­piepe, wer gewinnt. Zumin­dest aber die Glad­ba­cher Spieler dürfte die Nie­der­lage in der Rele­ga­tion von 2015 geschmerzt haben. Immerhin erzielten die beiden Teams über 180 Minuten kein ein­ziges Tor. Weil Bremen zwar drü­ckend über­legen war, aber Glad­bach eine über­ra­gende Defen­sive stellte und Tor­wart Janis Blas­wich über sich hin­aus­wuchs. Erst in der 109. Minute war auch Blas­wich bei einer Ecke chan­cenlos. 0:1 für Bremen, die in der 119. Minute auch noch einen Konter voll­streckten. Glad­bach blieb als Meister der Regio­nal­liga West mit leeren Händen zurück.

3. SV Meppen gegen Waldhof Mann­heim (2017)
Als der Ball vom Pfosten zurück­sprang, sah Sebas­tian Gärtner gar nicht mehr hin. Er fiel auf den Mep­pener Rasen, erdrückt davon, dass er so eben eine gesamte Mann­heimer Saison einen Zen­ti­meter zu weit nach links gesetzt hatte – an den Innen­pfosten. Von dort flog der Ball zurück, 4:3 für den SV Meppen im Elf­me­ter­schießen. Von alldem bekam Sebas­tian Gärtner gar nichts mehr mit. Auch nicht, wie um ihn herum die halbe Stadt auf den Rasen lief und Meppen fei­erte. Abge­sehen von diesem Elf­meter hatte Mann­heim schon im Hin­spiel 60 Minuten in Über­zahl kein Tor geschossen und beste Gele­gen­heiten im Rück­spiel aus­ge­lassen. Und abge­sehen davon, hatte Mann­heim schon vor einem Jahr den Auf­stieg in der Rele­ga­tion ver­spielt. All das inter­es­sierte dann aber nie­manden mehr, als Sebas­tian Gärtner zu Boden fiel.