Seite 3: September: Neuers Erbe

Auf­reger des Monats: Mai­land oder Madrid, Haupt­sache Arme­nien

Beim EM-Qua­li­fi­ka­ti­ons­spiel zwi­schen Frank­reich und Alba­nien am 7. Sep­tember dieses Jahres kam es vor dem Anpfiff zu einem Fauxpas der Extra­klasse. Arm in Arm und mit breiter Brust stellten sich die Albaner auf, um ihre Natio­nal­hymne zu bel­can­tieren. Blöd nur, dass statt der alba­ni­schen die andor­ra­ni­sche Hymne erklung. Das bemerkten natür­lich nicht nur die alba­ni­schen Natio­nal­spieler, son­dern auch der Sta­di­on­spre­cher, der sich sofort ent­schul­digte mit den Worten, dass die arme­ni­sche Natio­nal­hymne selbst­ver­ständ­lich zu respek­tieren sei“. Wir emp­fehlen einen Blick in den Brock­haus! Oder in den Diercke Welt­atlas.

Spieler des Monats: Martin Øde­gaard

Nicht nur offi­ziell wurde Martin Øde­egard als bester La-Liga-Spieler des Monats Sep­tember geehrt, son­dern auch in unserem Jah­res­rück­blick hat er diesen Titel ver­dient. Wie Phoenix aus der Asche bril­lierte der schon als geschei­tertes Jahr­hun­dert­ta­lent ver­ru­fene Øde­egard in dieser Saison bei Real Sociedad. Sein durchaus kri­tisch anzu­se­hendes PR-Pro­jekt, als er mit 15 Jahren zu Real Madrid wech­selte und eine Leihe nach der anderen folgte, trägt nun in San Sebas­tian erste Früchte. Mit Pass­sta­tis­tiken à la Toni Kroos sorgt er für mächtig für Furore in der spa­ni­schen Liga.

Video des Monats: Mahmoud ägyp­ti­scher Neuer“ Gad

Der Grad zwi­schen Held und Depp ist ein schmaler im Pro­fi­fuß­ball-Geschäft. Bei dieser Ret­tungs­ak­tion, des ägyp­ti­schen Tor­hü­ters Mahmoud Gad hätte genau alles schief laufen können. Geis­tes­ge­gen­wärtig faus­tete er den Ball beim Zurück­laufen über das Gehäuse hinweg, genauso gut hätte er ihn aber auch mit 200 Stun­den­ki­lo­me­tern ins Tor don­nern können. Auch dann wäre das Video wohl hier auf­ge­taucht. 

Spiel des Monats: Borussia Mön­chen­glad­bach – Wolfs­berger AC 0:4

Zwei Jahre. So lange mussten die Fans der Borussia warten um end­lich wieder Europa-Pokal-Luft schnup­pern zu können. Zwei lange Jahre, nur um dann vom Wolfs­berger AC im aller­ersten Spiel in einer Europa-League-Grup­pen­phase über­haupt vor hei­mi­scher Kulisse mit 4:0 abge­schossen zu werden. Die Bla­mage begann mit einem rotz­fre­chen Tunnler von Romano Schmid gegen Flo­rian Neu­haus, worauf eine maß­ge­schnei­derte Flanke auf den israe­li­schen Natio­nal­spieler Shon Weiss­mann folgte, der den ersten Stich des Abends setzte und das Unheil für Glad­bach her­bei­rief. Die Fohlen werden noch länger daran zu knab­bern haben und in Wolfs­berg muss am 19. Sep­tember wohl nie wieder gear­beitet werden.