Seite 2: August: Gut gemeinter Rat

Auf­reger des Monats: Cle­mens Tön­nies

Cle­mens Tön­nies. Ein Name der auf Schalke ver­an­kert ist, wie Ras­sismus im Fuß­ball, oder darf man das jetzt nicht mehr sagen? Der arme Tön­nies musste sich nach seinen doch nur gut gemeinten Emp­feh­lungen für Strom­spar­maß­nahmen an in Afrika lebenden Men­schen erst einmal drei Monate erholen, bevor man ihn im November wieder mit freu­digen Armen in Gel­sen­kir­chen emp­fing. Er wurde ein­fach miss­ver­standen, ist doch klar. Tön­nies sei nach eigener Aus­sage ja auch eher der Typ der ver­eint, als einer der trennt“. Immerhin arbeiten ja auch Men­schen aus 87 Nationen unter ihm, wie soll man da ras­sis­tisch sein.

Spieler des Monats: Aritz Aduriz

G’schichten aus dem San­gria-Garten in Bilbao. Mit 36 Jahren ein Tor in La Liga zu erzielen ist schon mal sehr lässig. Das im Auf­takt­spiel zur neuen Saison zu tun, lässt einen auch noch mal näher an den Bild­schirm rücken. Gegen den FC Bar­ce­lona in der letzten Minute per Seit­fall­zieher das Siegtor für seinen Hei­mat­verein zu schießen, ist dann aber schon eine andere Liga. Cap­tain Tsubasa wäre im jedem Fall stolz auf Aritz Aduriz der sich wohl jetzt mit Fug und Recht als König aller Basken aus­rufen darf.

Video des Monats:

Neben dem offen­sicht­li­chen Jahr­hun­dert-Tor, dass Joao Felix hier in jugend­li­cher Leich­tig­keit in seinem La-Liga-Debüt pro­du­zierte, gibt es an diesem Video einen wun­der­schönen Neben­aspekt, das es zum Bewegt­bild des Monats macht. Dass Diego Simeone hin und wieder mal selber gerne wieder auf das Feld rennen würde um den ein oder anderen Gegner zu mal­trä­tieren, ist ja bekannt. Doch wie er sich nach dem Foul an Felix, der sich davon nicht mal im Ansatz beirren ließ, am liebsten sofort aus der Trainer-Box zur Blut­grät­sche ansetzen würde, um seinen 126-Mil­lionen-Dia­manten zu rächen, ist ein­fach herz­er­wär­mend. Was danach kam, konnte er wohl selber nicht erahnen.

Spiel des Monats: SV Waldhof Mann­heim – Ein­tracht Frank­furt 3:5

Wenn Dritt­li­gist auf Erst­li­gist im DFB-Pokal trifft gibt es zwei Mög­lich­keiten: Dre­sche für den Klei­neren oder ein Spek­takel mit unge­wissem Aus­gang. Zwei­teres boten Waldhof Mann­heim und die Ein­tracht in der ersten Pokal-Runde dieses Jahres. Gleich dreimal gingen die Mann­heimer in Füh­rung und mussten sich am Ende dann doch einem Drei­er­pack Ante Rebic’ geschlagen geben, der das Spiel vom 2:3 auf 5:3 ummünzte, nur um vor seinem Wechsel zum AC-Mai­land noch einmal zu zeigen, was er kann, um es dann bei den Rosso­neri nicht abzu­rufen. Schade für Waldhof Mann­heim!