Um das vorweg zu nehmen: ich habe es nicht wirk­lich so mit meinem Berufs­stand. Es gibt Kol­legen, die auch außer­halb der Arbeits­zeit mit Sport­jour­na­listen abhängen und sich über Sport­jour­na­listen-Sachen unter­halten. Und ich spreche nicht von meinen Kol­legen bei 11FREUNDE. Die sind alle unglaub­lich attraktiv, witzig und wohl­rie­chend, so dass ich am liebsten 24/7 mit ihnen im Büro sitzen würde. Aber auf Pres­se­tri­bünen oder Ver­an­stal­tungen suche ich mir lieber eine ruhige Ecke oder betrinke mich mit den Prak­ti­kanten.

Viel­leicht mal zum The­ra­peuten

Nicht etwa, weil (Sport)Journalisten so anstren­gend sind. Viele sind es, viele auch nicht, wie überall eben. Aber da jed­wede Form von Klün­gelei bei mir all­er­gi­sche Reak­tionen her­vor­ruft, klinke ich mich da lieber aus. Es fällt mir schon schwer, mich gegen­über anderen als Jour­na­list zu bezeichnen. Viel­leicht muss ich mit diesem Klüngel-Pro­blem mal zum The­ra­peuten.

Unter der Woche aber erreichte mich ein Schreiben aus der Kicker“-Redaktion. Ich erwar­tete eigent­lich ein unschlag­bares Job­an­gebot, aber es war noch viel besser. Die Ein­la­dung zur Teil­nahme an der Wahl des Spieler des Jahres“. Hat nicht damit zu tun, weil ich so toll schreiben kann, son­dern seit neu­estem Mit­glied beim Ver­band Deut­scher Sport­jour­na­listen“ bin. Und kaum fielen mir die Stimm­zettel für den Fußballer(in) und Trainer des Jahres in die Hände fühlte ich mich plötz­lich dazu­ge­hörig. Ich weiß noch nicht, ob ich das wirk­lich gut finden soll.