Seite 3: Furcht vor Wettbewerbsverzerrung

Dafür ist man Part­ner­schaften mit Klubs wie FK Spar­taks Jur­mala in Lett­land, Asteras Tri­polis (Grie­chen­land), NK Domzale (Slo­we­nien), Aus­tria Kla­gen­furt oder eben dem FC Wil ein­ge­gangen. Das ist eine Win-win-Situa­tion für beide“, sagt Roger Bigger, der Prä­si­dent des Schweizer Klubs, der übri­gens eine Akti­en­ge­sell­schaft ist. Ohne den Fremd­in­vestor hätte man sich schon einige Spieler nicht leisten können – und des­halb gäbe man auch gerne was ab beim Wei­ter­ver­kauf, betont Bigger.

Dass der Investor mit­be­stimmt, wel­cher Spieler wie viel spielt oder wohin geht, wird von beiden Seiten bestritten. Was manche Kri­tiker natür­lich nicht glauben wollen. In Wil jedoch behaupten sie: Man einige sich stets part­ner­schaft­lich. Dass dies anderswo schon zu hand­festen Strei­tig­keiten zwi­schen Klub und Investor gesorgt hat, für frus­trierte, hin- und her­ge­scho­bene Spieler und dafür, dass die Ligen in Polen, Frank­reich und Eng­land solche Modelle auch aus Furcht vor Wett­be­werbs­ver­zer­rung ver­bieten – kein Thema in der Schweiz.

Auch nicht bei einem Spieler wie Jordan Brown. Man kann in Aktien inves­tieren, man kann in Spieler inves­tieren“, sagt der 23-Jäh­rige, der erfolg­reich auf dem Weg vom Invest­ment- zum Ren­di­te­spieler ist: Es ehrt mich doch, wenn ich dieses wirt­schaft­liche Poten­zial habe.“