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2000: Luis Figo

Luis Figo war im Jahr 2000 Flo­ren­tino Perez‘ Schlüssel. Er lotste den besten Spieler der Welt vom großen Kon­kur­renten FC Bar­ce­lona nach Madrid, was ihm die Prä­si­dent­schaft ver­schaffte. Sein Königs­transfer gewann mit Real die Meis­ter­schaft und die Cham­pions League, zusätz­lich den Ballon d’Or und Perez baute in den Fol­ge­jahren Los Galac­ticos“ um den Por­tu­giesen herum auf.

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2001: Michael Owen

Mit 21 Jahren gewann er in der Saison 2000/01 mit dem FC Liver­pool den FA Cup, den Liga­pokal und den UEFA-Pokal. Traf in dem Jahr ins­ge­samt 24 Mal. Ist oben­drein auch noch drei Zen­ti­meter größer als Lionel Messi heute ist. Dem­nach: mehr als ver­dient.

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2002: Roberto Carlos

Der Gewinner des Ballon d’Or 2002 war Ronaldo, der Echte“ wie manche sagen, der Dicke“ wie andere sagen. Ronaldo hatte die Aus­zeich­nung aber schon 1997 erhalten. Nach unserer Rech­nung hätte also der Zweit­plat­zierte Roberto Carlos die Gol­dene Murmel gewonnen. Ver­kaufs­ar­gu­mente: Wurde 2002 mit Bra­si­lien Welt­meister. Und hatte Ober­schenkel wie Hof­meister Holz­fässer.

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2003: Pavel Nedved

Die Qua­ran­täne-Mähne des Pavel Nedved – wenn die Fri­seure noch lange geschlossen bleiben, läuft bald die ganze Repu­blik so rum wie der Tscheche. 2003 nicht nur Trend­setter, son­dern auch Ballon-d’Or-Gewinner.

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2004: Andriy Shev­chenko

1995 wurde dem 1. FC Köln ein 19-jäh­riger Ukrainer für wenig Geld ange­boten. Natür­lich schickte man die Pfeife zurück nach Kiew. Soll der sich woan­ders anbie­dern. Neun Jahre später gewann Andriy Shev­chenko im schwarz­roten Trikot des AC Mai­land den Ballon d’Or.

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2005: Ronald­inho

Erhielt 2005 Stan­ding Ova­tions im Estadio San­tiago Ber­nabeu als er Bar­ce­lona zum 3:0‑Sieg im Cla­sico führte. Eine Ehre, die zuvor nur Diego Mara­dona als Spieler von Bar­ce­lona zuteil wurde. Der Ballon d’Or war für Ronald­inho folg­lich bloß noch Bei­fang.

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2006: Fabio Can­na­varo

Can­na­varo wurde 2006 im Ber­liner Olym­pia­sta­dion mit Ita­lien Welt­meister. Einige Wochen zuvor war der Mani­pu­la­ti­ons­skandal um Juventus Turin ans Licht gekommen. Trotzdem gewann Can­na­varo den Ballon d’Or, und das als erster Ver­tei­diger über­haupt.

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2007: Kaka

Führte den AC Mai­land 2007 zum Cham­pions-League-Titel, hatte eine irre Ele­ganz und grüßt Gott: Kaka.

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2008: Cris­tiano Ronaldo

Und los ging’s: Mit dem ersten Ballon-d’Or-Titel 2008 für Cris­tiano Ronaldo sollte die Vor­herr­schaft von Messi und ihm beginnen. Traf im Trikot von Man­chester United in der Saison 2007/08 wett­be­werbs­über­grei­fend 49 Mal, wurde eng­li­scher Meister und gewann die Cham­pions League. Dachte damals womög­lich: Was soll denn jetzt noch kommen?

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2009: Lionel Messi

In der Saison 2008/09 führte Pep Guar­diola den FC Bar­ce­lona mit epo­chalem Fuß­ball zu sechs Titeln, unter anderem zum Cham­pions-League-Sieg. Die Welt durfte die Schön­heit des Tiki-Taka bestaunen. Und lernte Lionel Messi kennen. Kleiner Mann, was nun?

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2010: Andres Iniesta

Bil­dete zusammen mit Xavi eines der groß­ar­tigsten Mit­tel­feld­duos der Fuß­ball­ge­schichte. Iniesta schoss Spa­nien 2010 zum WM-Titel. Musste sich in diesem Jahr in der Rang­liste um den Ballon d’Or nur einem Barca-Mit­spieler geschlagen geben, dem er 300 Tore auf­legte: Lionel Messi.

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2011: Xavi

Syn­onym für Iniesta? Xavi! Der beste Spieler, der nie Welt­fuß­baller wurde, wie unser Autor mal fest­stellte. Auch der Ballon d’Or ist ihm ver­wehrt geblieben. Hätte ihn 2011 gewonnen, wären da nicht die zwei Außer­ir­di­schen vor ihm gelandet.

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2012: Radamel Falcao

Ja, Radamel Falcao war mal ein abso­luter Welt­klasse-Stürmer. Lan­dete 2012 im Trikot von Atle­tico Madrid auf Platz vier der Ballon-d’Or-Rang­liste. Hinter Ronaldo, der die Aus­zeich­nung zu diesem Zeit­punkt einmal gewonnen hatte und Messi, der sie vier Mal in Folge holte. Auf Platz drei lag Iniesta, der die Tro­phäe nach unserer Berech­nung 2010 bereits gewonnen hätte. Also: Ima­gi­näre Glück­wün­sche gehen raus an den Kolum­bianer.

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2013: Franck Ribery

Pol­terte gehörig als er sich Ronaldo bei der Wahl des Ballon d’Or 2013 geschlagen geben musste. Franck Ribery gewann in der Saison das Triple mit dem FC Bayern und war sich so sicher, der beste Spieler Europas zu sein, wie Sandro Wagner heute noch glaubt, der beste deut­sche Stürmer zu sein.

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2014: Manuel Neuer

So oft wie Ronaldo und Messi bisher vor­ge­kommen sind, glaubt Google bald noch, wir wollen in der Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung bescheißen. Daher ab jetzt nur noch R und M. Manuel Neuer musste sich 2014 jeden­falls R und M geschlagen geben. Dafür wurde er Welt­meister und Welt­tor­hüter.

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2015: Neymar

Holte 2015 in Berlin die Cham­pions League. Und das mit ner exor­bi­tant fre­chen Frise.

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2016: Antoine Griez­mann

Eigent­lich ein frus­trie­rendes Jahr 2016 für Antoine Griez­mann. Verlor das Cham­pions-League-Finale mit Atle­tico Madrid gegen den Stadt­ri­valen Real und schei­terte sechs Wochen später mit Frank­reich bei der Heim-EM im Finale an Por­tugal. Erzielte im Tur­nier sechs Treffer, womit er sich den Gol­denen Schuh sicherte. Dar­aufhin tauften ihn fran­zö­si­sche Medien auf den Spitz­namen Grizou“, in Anleh­nung an Zine­dine Zizou“ Zidane. Bei der Ver­lei­hung des Ballon d’Or reichte es hin­gegen auch nur zu Platz 3, was nach unserer Rech­nung aber rei­chen würde.

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2017: Gian­luigi Buffon

Der große Coup sollte ihm nicht gelingen. Gigi Buffon erreichte 2017 erst als vierter Spieler den Mei­len­stein von 600 Serie-A-Spielen, wurde anschlie­ßend mit Juventus Meister und schaffte es bis ins Cham­pions-League-Finale. Dort ließ Ronaldo den damals 39-Jäh­rigen wie einen 69-Jäh­rigen aus­sehen. Stand sei­ner­zeit in der Liste des Ballon d’Or hinter Ronaldo, Messi und Neymar.

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2018: Luka Modric

Weil er eine super WM spielte und mit Kroa­tien sen­sa­tio­nell das Finale erreichte, aber auch, weil alle langsam ein biss­chen genervt waren von dem Wech­sel­spiel zwi­schen Ronaldo und Messi an der Spitze des Welt­fuß­balls, erhielt Luka Modric die Aus­zeich­nung 2018.

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2019: Virgil van Dijk

Da dachte man doch glatt, mit Mod­rics Gewinn im Vor­jahr wäre eine Ära zu Ende gegangen. Nach zehn Jahren hatte mal wieder ein anderer Spieler als Cris­tiano Ronaldo oder Lionel Messi den Ballon d’Or gewonnen. Der Argen­ti­nier konnte das scheinbar über­haupt nicht auf sich sitzen lassen, schoss in der dar­auf­fol­genden Saison in 50 Spielen 51 Tore und berei­tete 22 vor. Zudem erzielte er sein 600. Tor für den FC Bar­ce­lona. Wäre der kleine Mann nicht gewesen, hätte Liver­pools van Dijk den Gol­denen Ball gewonnen. Der Nie­der­länder hat näm­lich auch ne gute Runde gespielt, inklu­sive Cham­pions-League-Gewinn. Und 23 Zen­ti­meter Luft­ho­heit über Messi.

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