Augs­burg – Köln
Wie man sich in Augs­burg darauf vor­be­reitet, den Trai­ner­posten neu zu besetzen? Ganz ein­fach: Indem man schon mal den Auf­sichtsrat neu zusam­men­stellt. Fri­sches Mit­glied ist nun unter anderem Marcus Höfl, Berater vom Becken­bau­er­Franz und Ehe­mann von Ex-Ski-Größe Maria Höfl-Riesch. Seine Auf­gabe: Die Inter­na­tio­na­li­sie­rung des Ver­eins vor­an­treiben, noch kennt in Europa näm­lich keine Sau den kleinen FCA, auch wenn man mal in Anfield gas­tierte. Mit etwas Pech könnte Höfls Enga­ge­ment aller­dings ein kurzes bleiben, dass Zweit­li­gisten näm­lich eine Inter­na­tio­na­li­sie­rungsstragie benö­tigen, ist schwer zu glauben.

Bayern – Glad­bach
Die Glad­ba­cher sind glück­lich. Wie ein­fach es am Ende doch ist, gegen die Bayern ein Tor zu schießen, zeigte sich beim Solo­lauf des jungen Saul im Cham­pions League Halb­fi­nale. Bei der Borussia sucht man des­halb nun den Fohlen-Saul, sozu­sagen den nächsten For­rest Saul. Ob Xabi Alonso und Co. sich am Samstag jedoch erneut so auf den Hosen­boden setzen lassen, ist frag­lich, immerhin geht es ja um etwas. Die Münchner können am Samstag Meister werden, die Leo­pold­straße füllen, Euphorie erzeugen und sich davon ins Cham­pions-League-Finale tragen lassen. Oder sie ver­lieren gegen ihren Angst­gegner Glad­bach und gehen mental am Boden zer­stört in das Spiel am Dienstag. Auch eine Mög­lich­keit.

Dort­mund – Wolfs­burg
Tja, das hatten sie sich anders vor­ge­stellt, die Herren bei der DFL. Lassen wird doch die Ver­folger gegen­ein­ander spielen am 32. Spieltag, das wird sicher span­nend“, so rekon­stru­ieren wir die Gespräche bei der Erstel­lung des Spiel­plans. Daraus ist leider nichts geworden, teil­weise weil der BVB viel zu schnell Tuchels Tipps umsetzte, eigent­lich aber, weil die Wolfs­burger eine Rück­runde spielten, die sie näher an Han­nover 96 als an die Cham­pions League rückte. Somit treffen am Samstag um 15:30 zwei Bun­des­li­ga­ver­eine auf­ein­ander, für die es um rein gar nichts mehr geht. Die DFL wird daraus lernen. Viel­leicht.

Han­nover 96 – Schalke 04
Die Defi­ni­tion eines unrühm­li­chen Endes“ erlebten die Han­no­ve­raner am ver­gan­genen Wochen­ende, als ein abge­fälschter Schuss von Änis Ben-Hatira die Nie­der­sachsen direkt vom Sofa in die zweite Liga schubste. Nach 14 Jahren Liga-Zuge­hö­rig­keit so abzu­steigen, ist eine schmerz­hafte Erfah­rung. Umso prak­ti­scher, dass 96 am Wochen­ende auf Schalke 04 trifft, wo man sich mit schmerz­haften Erfah­rungen wohl so gut aus­kennt wie nir­gendwo anders. Die Han­nover-Fans können sich am Sams­tag­nach­mittag also auf die schwarze Leder­couch legen und mit den blau-weißen Psy­cho­the­ra­peuten über ihr Trauma dis­ku­tieren. Und mit etwas Glück geben die Schalker dem Pati­enten noch ein paar Trost-Pünkt­chen in die Hand, bevor sie sich auf den Heimweg machen.

Hof­fen­heim – Ingol­stadt
Aus der Serie Duelle, die die Sky“-Quoten nach unten drü­cken“: TSG gegen FCI, SAP gegen Audi, Hasen­hüttl gegen Nagels­mann. Der Trainer der Ingol­städter steht der­zeit im Fokus, weil er den Abschied nach Sai­son­ende ankün­digte. Am Don­nerstag ver­mel­dete der FC Ingol­stadt, man hätte ein erstes Angebot aus der Bun­des­liga erhalten. Bloß: Von wem? Geht man nach dem Auschluss­ver­fahren vor, sind Hof­fen­heim (wegen Nagels­mann) und Leipzig (weil noch kein Bun­des­li­gist) raus. Ent­weder hat also tat­säch­lich der FC Bayern Carlo Ance­lotti abge­sagt, oder Schalke 04 sucht bereits nach einem Nach­folger für Markus Wein­zierl.