Seite 2: Droht das Turnier nun sogar auszufallen?

Wird Kamerun das Tur­nier zu einem spä­teren Zeit­punkt aus­tragen?

Das ist durchaus rea­lis­tisch. Denn auch wenn die Sta­dien bis zum nächsten Jahr nicht mehr fertig geworden wären, sind die Bau­ar­beiten durchaus fort­ge­schritten. Ahmad Ahmad, Chef des afri­ka­ni­schen Fuß­ball­ver­bandes, hat den Kame­ru­nern des­halb das Angebot gemacht, die Orga­ni­sa­tion des Afrika-Cups nach­zu­holen – und zwar schon in zwei Jahren. Als Gast­geber für 2021 ist zwar eigent­lich die Elfen­bein­küste vor­ge­sehen, doch auch die Ivorer werden laut Ahmad zu diesem Zeit­punkt nicht bereit sein. Des­halb könnte Kamerun das Tur­nier über­nehmen, und die Elfen­bein­küste wäre dann 2023 dran und hätte zwei Jahre mehr Zeit zu Vor­be­rei­tung“.

Was pas­siert im nächsten Jahr? Droht das Tur­nier sogar aus­zu­fallen?

Falls sich kein Ersatz­gast­geber finden sollte, ist dieses Sze­nario laut der Pariser Tages­zei­tung Le Monde“ nicht aus­ge­schlossen. Wahr­schein­li­cher ist jedoch, dass ent­weder im Süden oder im Norden des Kon­ti­nentes ein Land ein­springen wird. Als hei­ßeste Kan­di­daten gelten neben Ägypten vor allem Marokko und Süd­afrika. Letz­tere dürften auf­grund der seit der WM 2010 vor­han­denen Infra­struk­turen leicht favo­ri­siert sein.

Muss sich Kamerun nun auf nor­malem Wege qua­li­fi­zieren?

In der Tat. Zwar wäre das Land als Gast­geber auto­ma­tisch qua­li­fi­ziert gewesen, nahm aber trotzdem in einer Gruppe mit Malawi, den Komoren und Marokko an der Quali teil und bestritt die Par­tien offi­ziell als Test­spiele. Dem­entspre­chend trat die Mann­schaft auch auf – gegen Marokko setzte es eine 0:2‑Niederlage, ansonsten gab es einen knappen 1:0‑Sieg sowie zwei Unent­schieden. Auch wenn das Team momentan auf dem zur Teil­nahme berech­tigten zweiten Platz steht, dürften die kom­menden zwei Spiele zur Ner­ven­schlacht werden, da nun auf einmal neben dem Ver­lust der Aus­rich­tung sogar das Schei­tern in der Qua­li­fi­ka­tion droht.

Was ist die gute Nach­richt?

Eine Sat­zungs­än­de­rung des Afri­ka­ni­schen Fuß­ball­ver­bandes im Jahr 2017. Davor hieß es näm­lich im Para­graph 92.3, dass bei einem (weniger als ein Jahr vor dem geplanten Start des Tur­niers) beschlossen Entzug des Gast­ge­ber­rechtes die A‑Mannschaft des betrof­fenen Landes für die nächste Aus­gabe des Afrika-Cups aus­ge­schlossen wird“. Glück im Unglück also – zumin­dest für die Spieler der Unzähm­baren Löwen“-, dass diese Regel nicht mehr gilt.