Eine Woche vor dem Sai­son­start von La Liga und Ere­di­visie standen sich Feye­noord Rot­terdam und Atle­tico Madrid am Sonntag zu ihrem letzten Vor­be­rei­tungs­spiel gegen­über. Eine Aus­gangs­lage, die eigent­lich ein Spiel erwarten lässt, in dem die Ver­nunft waltet: Das Ergebnis spielt nicht die wich­tigste Rolle, nie­mand will sich oder den Gegner ver­letzen, die Trainer schüt­teln sich nach dem Spiel respekt­voll die Hände und wün­schen sich im Inter­view nach dem Spiel gegen­seitig viel Erfolg für die kom­mende Saison. Doch in diesem Fall kam alles anders.

Es lief gerade die 40. Spiel­mi­nute, da mutierte ein an sich harm­loser Zwei­kampf zum ersten Auf­reger der Partie. Beim Stand von 1:0 für Feye­noord, Bryan Linssen hatte die Rot­ter­damer zuvor im hei­mi­schen Sta­dion in Füh­rung gebracht, drib­belte sich Yan­nick Carr­asco an der rechten Sei­ten­linie am Rot­ter­damer Außen­ver­tei­diger Tyrell Mal­acia fest. Dieser schob geschickt seinen Körper zwi­schen Ball und Carr­asco und ließ diesen dann mit einer schnellen Bewe­gung in die Gegen­rich­tung stehen. Dann kam es zu diesen wüsten Szenen:

Nachdem Carr­asco das Feld ver­lassen hatte und Diego Simeone nach seiner Stand­pauke für den Rot­sünder wieder in seine Coa­ching-Zone zurück­ge­trabt war, ging es in die Halb­zeit­pause, sodass sich die Gemüter zunächst ein wenig beru­higen konnten. Im zweiten Spiel­ab­schnitt erzielte der ein­ge­wech­selte Angel Correa in der 82. Minute den 1:1 Aus­gleich. Doch Schluss war damit noch lange nicht. Zunächst einmal traf Naoufal Bannis in der dritten Minute der Nach­spiel­zeit zum 2:1‑Siegtreffer und ließ De Kuip dadurch kochen. Auch die Fans waren durch den Spiel­ab­lauf wohl etwas emo­tio­na­li­siert worden.

Auch nach dem Spiel ent­spannte sich die Lage nicht. Erst ver­wei­gerte Simone den obli­ga­to­ri­schen Hand­schlag mit Feye­noord-Trainer Arne Slot, dann gab es auch hier noch eine kleine Schub­serei zur Ver­ab­schie­dung. Slot hatte dafür nur ein Lächeln übrig, Jan Oblak mode­rierte die Aus­ein­an­der­set­zung schließ­lich galant a lá Markus Lanz und been­dete damit den spa­nisch-nie­der­län­di­schen Vor­be­rei­tungs­tanz.