Kein Spieler wird von den nea­po­li­ta­ni­schen Tifosi mehr geliebt als el diez“.

75.000 wohnten der Prä­sen­ta­tion des Welt­stars bei, der für damals umge­rechnet 24 Mil­lionen DM zum Verein im wirt­schaft­lich schwa­chen Süden kam. Er ver­kör­perte die Hoff­nung, den rei­chen Kon­kur­renten aus Turin oder Mai­land eins aus­zu­wi­schen und erst­mals die Meis­ter­schaft der Serie A zu gewinnen.

Nach einer soliden, aber den Ansprü­chen natür­lich nicht genü­genden ersten Saison, kamen die Azzuri“ 1985/86 richtig in Fahrt, hatten sich zu Sai­son­ende mit dem dritten Rang in der ita­lie­ni­schen Spitze eta­bliert. Vor allem natür­lich durch Mara­dona, klar.

Sinn­bild­lich hierfür ist der 3. November 1985: In Neapel emp­fängt man Juventus, die Star­aus­wahl rund um Pla­tini und Lau­drup. Seit drei­zehn Jahren gewann SSC nicht mehr gegen die Alte Dame“. Bis in der 72. Minute Mara­dona zum Frei­stoß antritt. Tro­cken aus dem Stand hebelt der stäm­mige Argen­ti­nier den Ball über die Mauer direkt rechts in den Winkel. Wie es sich gehört. Oder gibt es etwa noch andere Mög­lich­keiten?

Der Rest ist Geschichte: 1987 wird wird Neapel erst­mals ita­lie­ni­scher Meister, Il Diegos“ kul­ti­sche Ver­eh­rung ist gefes­tigt und eine Genera­tion von Jungen wird auf seinen Namen getauft.