Es wird eine auf­re­gende Zeit“, hatte Alfred Finn­bo­gason geahnt. Drei Monate bevor er als Teil der islän­di­schen Natio­nal­mann­schaft nach Frank­reich reiste, um die dor­tige EM-Elite auf­zu­mi­schen. Mit einem großen Huh“ und vor allem guten Fuß­ball. Jetzt ist Finn­bo­gason zurück in Augs­burg. Sollte er seinen ersten Ein­druck bestä­tigen, dürfte der FCA viel Freude an seinem Stürmer haben.


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ine gute Summe dürfte vor kurzem auf das Konto von Breiða­blik Kópa­vogur, einem islän­di­schen Erst­li­gisten ein­ge­gangen sein. Viel hatte Stefan Reuter, der Sport­di­rektor beim Bun­des­li­gisten FC Augs­burg pro­biert, um Alfred Finn­bo­gason end­gültig von Real Sociedad San Sebas­tian los­zu­eisen. Am Ende benö­tigte es vier Mil­lionen Euro, damit der einst­wei­lige Leih­spieler auch in der kom­menden Saison die Zir­bel­nuss auf dem Trikot trägt. Einen Teil davon erhält Breiða­blik Kópa­vogur als zur Aus­bil­dungs­ent­schä­di­gung. Ein guter Deal war die Aus­bil­dung ihres Schütz­lings allemal.


Durch­ge­startet in der Ere­di­visie

Sechs Ver­eine hat der 27-Jäh­rige durch­laufen seitdem er die islän­di­sche Insel ver­ließ und durch Europa zog. Vom KSC Lokeren und Hel­sin­borgs IF ging es zum SC Hee­ren­veen. Dort, im nie­der­län­di­schen Fries­land, lief es für ihn außer­or­dent­lich gut. 53 Tore in 62 Spiele schoss Finn­bo­gason und wech­selte für die statt­liche Summe von acht Mil­lionen Euro nach San Sebas­tian. Breiða­blik Kópa­vogur ver­diente mit. In Spa­nien ent­täuschte er, kam auch in Grie­chen­land nicht klar und traf erst auf Leih­basis wieder in der Bun­des­liga.

Reuter hatte den Stürmer am Last-Minute-Day des Trans­fer­fens­ters erstanden. Hier musst du ins­be­son­dere kör­per­lich auf der Höhe sein, dich voll rein­hängen, eine hohe Lauf­be­reit­schaft zeigen. Das ist ein Stil, der mir per­sön­lich sehr liegt“, cha­rak­te­ri­sierte Finn­bo­gason die Spiel­weise im 11FREUNDE-Inter­view. 

14 Spiele – sieben Toren – drei Vor­lagen

Er ist ein Voll­blut­stürmer. Mit 1,84 Metern nicht beson­ders groß, aber robust. Auch wenn er im ersten Augen­blick ein wenig schlaksig daher­kommt. Sieben Tore schoss er für eine Mann­schaft, die erst kurz vor der Win­ter­pause die Abstiegs­plätze ver­lassen hatte und auch dank seiner Treffer den Abstiegs­kampf noch relativ sorglos über­stand. Drei Vor­lagen kamen hinzu.