Seite 3: Gegen Impfungen und Halteverbot

Immerhin lernt man so, dass nie eine Spie­ler­frau Spie­ler­frau geworden ist, weil sie nackte Fotos geschickt hat.“ (Zuber) Oder dass Ina Aogo vor dem berufs­be­dingten Umzug ihres Mannes von Düs­sel­dorf nach Stutt­gart im August 2017 erstmal die Frage zu beant­worten suchte: Gibt’s einen Chanel-Store in Stutt­gart?“ Gibt es nicht, was wohl hart war, denn Frau Aogo ist eine Frau fester Prin­zi­pien. Das war sie schon mit 17 Jahren, damals, als sie ihre erste Aus­bil­dung begann. Beklei­dungs­tech­ni­sche Assis­tentin“ wollte sie werden, doch daraus wurde nichts, wie wir erfahren, denn die täg­lich 20 Minuten mit dem Fahrrad zum Bahnhof, da hatte sie schon keinen Bock“. Immerhin, so Aogo: Ich hab mich selbst nicht auf­ge­geben und das möchte ich den Leuten mit­geben.“ Und viel­leicht noch, dass ihr Ehe­mann, der Dennis, jetzt auch nicht so der wit­zigste“ ist, was ver­wun­dert, schließ­lich finden sich auf dem Insta­gram-Profil von Ina Aogo gleich meh­rere roman­ti­sche Fotos von ihr mit Mann Dennis, unter­schrieben mit Seg­nungen wie: Weil Du mich immer zum lachen bringst.“ 

Gegen Imp­fungen und Hal­te­verbot

Natür­lich ist das alles harmlos, doch dabei bleibt es nicht, denn auch Mira möchte was mit­geben, zum Bei­spiel, dass sie absolut gegen Imp­fungen ist: Ich denke, das ist der Aus­löser für ganz viele Krank­heiten.“ Dafür glaube sie an Epic Genetic Con­trol“ und man ist froh, dass sie das nicht näher aus­führt, son­dern statt­dessen über die Vor­züge von Spray-Tan und ihr Ver­ständnis für das Halten im abso­luten Halte-Verbot schwa­dro­niert.

Aber viel­leicht ist es mit Spie­ler­frauen on Air“ so wie mit vielen Pio­nier-Arbeiten. Irgend­je­mand muss eben den Anfang machen, gut sind dann meist erst die Nach­ahmer. Und bis dahin haben wir, die Zuhörer viel­leicht auch end­lich ver­in­ner­licht, was Ina Aogo ganz beson­ders am Herzen liegt:

Immer abon­nieren und liken … ja, das ist total wichtig, und das ver­stehen die Leute immer nicht. Man macht sich ja auch wirk­lich Mühe und ich habe immer das Gefühl, man gibt so viel, und ich geb wirk­lich viel, auch bei Insta­gram von meinem Alltag und man kriegt so wenig zurück. Ich find das eigent­lich traurig.“