Esch an der Alzette (Fr., 20 Uhr)
Stade de la Fron­tiÈre
Jeu­nesse Esch
Beginnen wir die Reise durch unser Nach­bar­land gleich im Epi­zen­trum: Mit 28 Meis­ter­schaften ist Jeu­nesse Esch Rekord­meister seines Landes. Zwar wird auch in Luxem­burg im Som­mer­pau­sen­monat Juni kein Erst­li­ga­fuß­ball gespielt, aber das schmucke Sta­dion liegt gleich neben dem Natur­schutz­ge­biet Eller­grund und ist schon wegen der roten Fels­for­ma­tion in Abstoß­weite einen Besuch wert. Die Sta­di­oner­kun­dung lässt sich wun­derbar in der Stamm­kneipe der Fan­szene von Jeu­nesse, dem L’Italiano Vero“ im Zen­trum von Esch, abschließen.

Dif­fer­dingen (Sa., 11 Uhr)
Thil­len­berg 
FC Dif­fer­dange 03
Aus­ge­schlafen? Dann mit Sie­ben­mei­len­stie­feln ins nur zehn Kilo­meter ent­fernte Dif­fer­dingen, um beim Besuch der ehe­ma­ligen Spiel­stätte des ansäs­sigen FC Dif­fer­dingen 03 ein wenig Nost­algie zu schnup­pern. Das alte Thil­len­berg-Sta­dion ist mitt­ler­weile für die erste Mann­schaft gesperrt, die his­to­ri­sche Holz­tri­büne und die steile Gegen­ge­rade sind aber den­noch den Ver­such wert, eine offene Tür ins Sta­dion zu finden. Auch für einen Blick auf die neue Spiel­stätte, das Stade Muni­cipal, reicht die Zeit allemal. Die Familie lässt sich der­weil wun­derbar bei einer Fahrt mit der Muse­ums­ei­sen­bahn Train 1900“ im Fond-de-Gras oder einem Besuch im ehe­ma­ligen ‑Tage­bau­ge­biet Giele Botter“ beschäf­tigen.

Düdelingen (Sa., 16 Uhr)
Stade Jos Nus­baum 
F91 Düdelingen
Düdelingen, da war doch was? Im Sommer 2012 schmissen die Teil­zeit­ki­cker von F91 die Mil­lio­na­rios von Red Bull Salz­burg aus der Cham­pions-League-Qua­li­fi­ka­tion. Ins Stade Jos Nus­baum passen zwar 4600 Zuschauer, im Schnitt kommen aber trotzdem nur 400. Die Geschichte vom Red-Bull-Tri­umph kann man sich am besten im Why Not“ in der Avenue G‑D Char­lotte nach­er­zählen lassen.

Wiltz  (So., 10 Uhr)
Simon-Brauerei 
FC Wiltz 71
Zuge­geben, Luxem­burg ist ein sehr kleines Land. Aber die Strecke von Düdelingen ins ganz im Norden gele­gene Wiltz beträgt trotzdem tap­fere 77 Kilo­meter. Eine gute Stunde Fahrt­zeit sollte man ein­planen. Zur Beloh­nung wartet in Wiltz, dem nörd­lichsten Spielort der ersten Liga, die 1824 gegrün­dete Simon-Brauerei. Das dort her­ge­stellte Pils ist nicht nur unter Fuß­ball­fans extrem beliebt. Nach einem Besuch des Denk­mals zur Erin­ne­rung an den Gene­ral­streik von 1942, bei dem 21 Luxem­burger von den deut­schen Besat­zern erschossen wurden, folgt der Gang zum hand­li­chen Stade Géitz, der Heimat des FC Wiltz 71. Viel­leicht findet sich ja trotz Som­mer­pause ein Ein­hei­mi­scher, der von der Pokal­end­spiel­teil­nahme 2001 berichten kann. Bis heute der größte Erfolg des kleinen Klubs.

Beggen (So., 15 Uhr)
Stade de Beggen
Avenir Beggen
Die größte Zeit der Beg­gener ist lange vorbei: 1983 und 1984 schaffte man es in die erste Runde des Euro­pa­po­kals der Lan­des­meister, verlor dort aber klar gegen Rapid Wien bzw. Ser­vette Genf. Natür­lich sind die Wände der sehens­werten Ver­eins­gast­stätte an der Haupt­tri­büne des Stade de Beggen trotzdem mit Fotos von damals tape­ziert.

Rüme­lingen (So., 20 Uhr)
Stade Muni­cipal US Rüme­lingen
Und wieder zurück in den Süden Luxem­burgs. Rüme­lingen ist tat­säch­lich die süd­lichste Gemeinde des Landes. Der hier ansäs­sige Klub, US Rüme­lingen, wurde dreimal Vize­meister, zweimal Pokal­sieger und pen­delt der­zeit ständig zwi­schen Ober­haus und zweiter Liga. Das Stade Muni­cipal liegt zen­trumsnah am Hang und bietet, teil­weise über­dacht, Platz für 2950 Rüme­linger. In der hüb­schen Ver­eins­kneipe lässt sich der Trip ins Fuß­ball­zwer­gen­land gebüh­rend abschließen. Und die Familie sam­melt der­weile wei­tere Kul­tur­punkte im nahen Gru­ben­mu­seum. Kleiner Tipp: Das Gefährt am besten unter­halb des Sta­dions an der Rue des Mar­tyrs abstellen. Dort parkt man näm­lich kos­tenlos.