Sieglos-Serie
Beginnen wir mit den nackten Zahlen: Der FC Schalke 04 wartet seit 21 Bun­des­li­ga­spielen auf einen Sieg. Heißt: Pär­chen in Gel­sen­kir­chen, die nach dem letzten Erfolg gegen Borussia Mön­chen­glad­bach sie­ges­trunken im Bett gelandet sind, erwarten dieser Tage ihren Nach­wuchs.
Der 1. FC Köln hin­gegen ließ sich erst von der Corona-Pause aus dem Tritt bringen, dafür aber so richtig: 15 sieg­lose Spiele sind es nun schon beim FC. Das reicht zwar immerhin für eine solide Ziegen-Träch­tig­keit – aber nicht für die Füh­rung im großen Head-to-Head-Ver­gleich. Klares 1:0 für Schalke.

Tor­ver­hältnis in der aktu­ellen Saison
Bleiben wir beim Zah­len­werk: Der 1. FC Köln wartet mit einem unspek­ta­ku­lären, ja fast lang­wei­ligen Tor­ver­hältnis von 5:9 auf. Das ist zwar negativ und damit schon per defi­ni­tionem schlecht. Aaaaaaber:
Die Schalker zeigen, wie es richtig schlecht geht: Man nehme die meisten Gegen­tore der Liga (19) und kom­bi­niere sie mit einem Angriff der zahn­loser ist als die meisten Rentner in Gel­sen­kir­chen (2 Tore in 5 Spielen). 2:0 Schalke.

Tor­wart­pro­blem
Sehr schalkig: Die Nummer 1 (Ralf Fähr­mann) absägen und den talen­tierten Nach­wuchs (Alex­ander Nübel) ins Tor stellen, diesen anschlie­ßend qua Kapi­tänsamt zum Bleiben über­reden wollen, schei­tern, den noch jün­geren Nach­wuchs (Markus Schu­bert) ins Tor stellen, dann doch wieder tau­schen, dann nochmal, dann die alte Nummer 1 zur neuen Nummer 1 machen und gleich­zeitig den jungen Nach­wuchs mit dem Ersatz­tor­wart von Ein­tracht Frank­furt (Fre­derik Rönnow) tau­schen, damit dieser nach der Ver­let­zung der neuen alten Nummer 1 seine Sache sehr ordent­lich machen kann, um den Trainer dann zum Zeit­punkt der Gene­sung der alten neuen alten Nummer 1 wieder vor ein echtes Pro­blem zu stellen.
Sehr kölsch: Trotz zahl­rei­cher Patzer ein­fach eisern an der schwä­chelnden Nummer 1 (Timo Horn) fest­halten. Anschluss Köln. 2:1

Trainer-Frisur
Eigent­lich eine klare Sache. Schließ­lich war Markus Gis­dols Frisur über Jahre hinweg unschlagbar. Trotzte Wind und Wetter, über­dau­erte Schalke und den HSV. Aber dann kam Corona und Markus Gisdol auf die frag­wür­dige Idee, SEINE HAARE ABZU­SCHNEIDEN?!?!
Wäre ja alles halb so wild, wenn zumin­dest Schalke seinen Trainer und damit das Frank-Fah­ren­horst-Gedächtnis-Vogel­nest behalten hätte. Jetzt also Manuel Baum und seine, nun ja, ist das über­haupt eine Frisur? Wir wei­gern uns, dafür irgendwem irgend­welche Punkte zu geben.

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Unver­ständ­liche Ent­schei­dungen bezüg­lich der Chef­trainer-Posi­tion
Apropos Trainer: Wie unver­ständ­lich war es eigent­lich von Schalke, mit einem Trainer ange­schla­gener als die Thesen von Martin Luther in eine neue Saison zu gehen, nur um diesen dann nach zwei Spielen zu ent­lassen?
Nun ja, viel­leicht nicht einmal ganz so unver­ständ­lich wie die Ent­schei­dung des 1. FC Köln, den Ver­trag des zuletzt dann doch eher mäßig erfolg­rei­chen Trai­ners in einer finan­ziell ohnehin schwie­rigen Situa­tion um wei­tere zwei Jahre zu ver­län­gern. Aus­gleich Köln! 2:2!