1. 1. FC Nürn­berg
In der Saison 1967/68 wurde der Club“ wie aus dem Nichts deut­scher Meister. Der Moti­vator Max Merkel trimmte seine Mann­schaft zu begeis­terndem Offen­siv­fuß­ball. Die über­ra­genden Stürmer Franz Gold­köpf­chen“ Brungs und Heinz Strehl schossen gemeinsam 43 der 71 Tore. Schon zur Win­ter­pause war der Vor­sprung der Nürn­berger so groß, dass Kölns Trainer Willi Mult­haup auf die Frage, ob der Titel dem Club“ noch zu nehmen sei, resi­gniert ant­wor­tete: Da müsste schon ein Affe aus dem Nest fallen.“Eine Saison später geschah das Unbe­greif­liche, die Nürn­berger, als großer Favorit gestartet, stieg in die zweite Bun­des­liga ab. Als Haupt­schul­diger des Absturzes musste Meis­ter­trainer Max Merkel her­halten. Er bezeich­nete die Mann­schaft von 1968 als Bau­ern­ka­pelle“ und wollte sie in ein Sin­fo­nie­or­chester“ ver­wan­deln. Merkel ver­kaufte drei Leis­tungs­träger, dar­unter Gold­köpf­chen“ Brungs und ver­pflich­tete 13 neue Spieler. Das zusammen gewür­felte Team erreichte nie das Niveau der Bau­ern­ka­pelle.“ Auch zwei Trai­ner­wechsel (Robert Körner für Merkel, später Kuno Klötzer für Körner) ret­teten den Club“ nicht. Nach einem 0:3 im letzten Sai­son­spiel gegen Köln stieg der 1. FC Nürn­berg ab und ver­schwand für neun Jahre in der Zweit­klas­sig­keit.

2. Leeds United
Fast hätte sich Bayern Mün­chen im Cham­pions-League-End­spiel 2001 mit Leeds United her­um­schlagen müssen. Die viel ver­spre­chende Mann­schaft um Rio Fer­di­nand, Jona­than Wood­gate, Lee Bowyer, Alan Smith und Mark Viduka schei­terte im Halb­fi­nale am heim­starken FC Valencia. Leeds Trainer David O’Leary hatte seit seinem Amts­an­tritt 1998 ein offen­siv­starkes Team auf­ge­baut, das bis zu seinem Abschied 2002 in jeder Saison min­des­tens den fünften Tabel­len­platz belegte. Die großen Erfolge in der Liga und im Euro­pa­pokal (2000 erreichte Leeds auch im UEFA-Pokal das Halb­fi­nale) ver­lei­teten den Prä­si­denten Peter Rids­dale dazu, große Kre­dite auf­zu­nehmen, um mit den eng­li­schen Top­klubs lang­fristig kon­kur­rieren zu können. Doch in der Saison 2002 ver­passte die Mann­schaft knapp die Qua­li­fi­ka­tion zur fest ein­ge­platen Cham­pions League, und der Verein konnte die hohen Zinsen nicht zurück­zahlen. Doch selbst die Ver­käufe der Top­stars konnten den Klub nicht mehr sanieren – dabei wurde Rio Fer­di­nand für sagen­hafte 30 Mil­lionen Pfund ver­kauft. So setzte auch der sport­liche Nie­der­gang ein, und Leeds United stieg 2004 in die zweite eng­li­sche Liga ab. Mitt­ler­weile steht es um den Tra­di­ti­ons­verein jedoch noch schlechter: sechs Spiel­tage vor Sai­son­ende steht Leeds auch dort auf einem Abstiegs­platz, und so droht der Absturz in die dritte Liga.

3. Club Depor­tivo Alavés
Bei den Fans des 1.FC Kai­sers­lau­tern – übri­gens auch ein heißer Kan­didat für die Auf­nahme in diese Kate­gorie tief gefal­lener Fuß­ball­größen – kennt man den Ver­eins­namen der Basken noch ganz genau. In der Saison 2001 waren es jene erfri­schend auf­spie­lenden Spa­nier gewesen, die den hoff­nungs­frohen Pfäl­zern im Halb­fi­nale des UEFA-Pokals zwei emp­find­lich hohe Nie­der­lagen bei­brachten. Nach einem deut­li­chen 5:1‑Sieg im Hin­spiel betraten die Spieler von Alavés im rosa­roten Quietsch­trikot, auf dem zudem jedes Ver­eins­mit­glied nament­lich ver­merkt war, den Platz des Fritz-Walter-Sta­dions und besiegten einen völlig desolat auf­tre­tenden FCK mit 4:1. Im Finale schei­terte der Klub dann in der Ver­län­ge­rung am eng­li­schen Vize­meister FC Liver­pool. So über­ra­schend wie der Auf­stieg des Ver­eins für seine Anhänger gewesen sein mag, so nie­der­schmet­ternd war auch sein Nie­der­gang. Im ver­hei­ßungs­vollen Glauben, man könne es mit den Goli­aths aus Bar­ce­lona und Madrid auf­nehmen, ver­stieg sich der Verein im finan­zi­ellen Übermut und stieg nur ein Jahr nach dem gefei­erten Final­einzug sang- und klanglos in die zweite spa­ni­sche Liga ab. Seitdem müht sich Depor­tivo im Mit­tel­feld der Segunda Divi­sión“ um Anknüp­fung an die großen Zeiten.

4.Dynamo Dresden
Der Klub der Fuß­ball­le­gende Hans-Jürgen Dixie“ Dörner und einer der belieb­testen Ver­eine Ost­deutsch­lands qua­li­fi­zierte sich mit der Vize­meis­ter­schaft in der DDR-Ober­liga-Saison 1991 für die gesamt­deut­sche Bun­des­liga. In den beiden Jahren zuvor gewann die Mann­schaft jeweils den Titel in der Ober­liga. Der erste Double-Sieger“ des Ost­fuß­balls (1971) konnte sich drei wackere Jahre in der 1. Bun­des­liga halten, stieg im vierten Jahr jedoch sang- und klanglos ab. In den Jahren nach der poli­ti­schen Wende waren immer wieder die besten Spieler wie Sammer, Kirsten, Scholz, Zickler, Jere­mies etc. in den Westen ver­kauft worden. Das gab zwar Trans­fer­erlöse, doch dubiose Prä­si­denten wie der Bau­löwe Rolf-Jürgen Otto konnten oder wollten mit dem Geld nicht haus­halten und voll­führten win­dige Geschäfte, die Dynamo in arge Finanz­pro­bleme stürzten und schließ­lich die Lizenz kos­teten. Nach dem sport­li­chen Abstieg aus der Bun­des­liga ver­wei­gerte der DFB den Dresd­nern auch die Lizenz für die 2. Liga, und so wurde Dynamo in die Regio­nal­liga Nord zwangs­ver­setzt. Nach Jahren der Tris­tesse in der folgte 2002 sogar der Absturz in die vierte Liga. Wenigs­tens das konnte kor­ri­giert werden, heute spielt Dresden wieder in der 3. Liga um Tore und Punkte.

5. AS St. Eti­enne
Die Mann­schaft aus der Indus­trie­stadt im Zen­tral­massiv beherrschte den fran­zö­si­schen Fuß­ball ab Mitte der 60er bis Ende der 70er Jahre wie Olym­pique Lyon heute. Inner­halb von zwölf Jahren gewannen les Verts“ (die Grünen), wie das Team aner­ken­nend von allen Fran­zosen genannt wurde, acht Meis­ter­titel. Her­aus­ra­gende Tech­niker wie Jac­ques San­tini, Chris­tian Lopez und vor allem Domi­nique Roche­teau und Michel Pla­tini ver­zückten die ganze Nation. 1976 zog der AS St. Eti­enne sogar ins Finale des Lan­des­meis­ter­po­kals ein und schei­terte unglück­lich an Bayern München.Den letzten Meis­ter­titel errangen les Verts“ 1981. Schon ein Jahr später lei­tete ein Finanz­skandal den Nie­der­gang des Ver­eins ein. Der dama­lige Prä­si­dent Roger Rocher hatte ein System aus Schwarzen Kassen auf­ge­baut und sich selbst berei­chert. Er wurde ver­ur­teilt und musste meh­rere Monate im Gefängnis ver­bringen. Die Unruhen in der Ver­eins­füh­rung ver­an­lassten viele Spieler, vor allem die Iden­ti­fi­ka­ti­ons­fi­guren Lopez und Pla­tini, dazu, den Klub 1982 zu ver­lassen. Nur ein Jahr später stieg der belieb­teste Verein Frank­reichs in die zweite Liga ab. Der AS St. Eti­enne ent­wi­ckelte sich fortan zu einer Fahr­stuhl­mann­schaft, die dreimal auf- und zweimal Abstieg. Momentan ste­cken les Verts“ im grauen Mit­telmaß der Ligue 1, und nur die heiß­blü­tigen Fans ver­sprühen den Glanz ver­gan­gener Zeiten.

6. Black­burn Rovers
Der Indus­trie­ma­gnat Jack Walker hatte sich Anfang der 90er Jahre in den Kopf gesetzt, aus seinem in der zweiten Liga her­um­düm­pelnden Hei­mat­klub ein Spit­zen­team zu formen. Er über­nahm den Verein und pumpte Unsummen hinein. Zunächst holte er den renom­mierten Trainer Kenny Dal­gish aus Liver­pool und ver­pflich­tete dann für die dama­lige Rekord­ab­lö­se­summe von 3,5 Mil­lionen Pfund den jungen Natio­nal­stürmer Alan Shearer. Damit gab sich Walker nicht zufrieden. Er kaufte die Spit­zen­spieler David Batty, Graeme Le Saux und Chris Sutton. Die Stürmer Sutton und Shearer bil­deten fortan ein gefürch­tetes Duo, das in Anleh­nung an ihre Initialen und Spe­zi­al­ein­heit der bri­ti­schen Armee nur noch SAS“ genannt wurde. In der Saison 1994/95 gewann Black­burn nach einem dra­ma­ti­schen Zwei­kampf mit ManU die Meis­ter­schaft. Doch als der beste Spieler der Mann­schaft, Alan Shearer, den Klub 1996 in Rich­tung New­castle ver­ließ, war der schlei­chende Absturz nicht mehr auf­zu­halten. Die Ver­eins­füh­rung bemühte sich, Shea­rers Abgang mit einer glanz­vollen Trai­ner­ver­pflich­tung auf­zu­fangen und ver­kün­dete, Star­coach Sven-Göran Eriksson habe einen Vor­ver­trag unter­schrieben. Der Schwede kam dann doch nicht nach Black­burn, son­dern blieb im son­nigen Ita­lien. Zwei Jahre später, zum Ende der Saison 1998/99, stieg der Verein ab und war damit der erste ehe­ma­lige eng­li­sche Meister, der von der Pre­mier League in die Divi­sion 1 musste. Heute spielt der Verein wieder in der Pre­mier League und machte vor kurzem nur mit dem Aus­scheiden im Uefa-Cup gegen Bayer Lever­kusen von sich reden.

7. SSC Neapel
Die gol­dene Ära des SSC Neapel ist eng mit dem Namen Diego Mara­dona ver­bunden. Bevor der viel­leicht beste Spieler aller Zeiten 1984 für die dama­lige Rekord­ab­lö­se­summe in Höhe von 12 Mio. Euro vom FC Bar­ce­lona nach Neapel wech­selte, war der SSC bes­ten­falls Mit­telmaß. Doch mit Mara­dona schwang sich Neapel zu einem abso­luten Top­team auf und gewann 1987 das Double aus Meis­ter­schaft und Pokal. Zwei Jahre später gelang Neapel der Sieg im Finale des UEFA-Pokals gegen den VfB Stutt­gart. 1990 holte der SSC dank Mara­dona den natio­nalen Meis­ter­titel ein zweites und letztes Mal. Der süd­ita­lie­ni­sche Verein war der ganze Stolz des armen und wirt­schaft­lich schwa­chen Region und die Men­schen ver­ehrten Mara­dona dort wie einen Gott.Doch der Absturz Mara­donas hatte auch den Zer­fall des SSC Nea­pels zur Folge. 1991 wurde Mara­dona des Dopings über­führt und für 15 Monate gesperrt. Er spielte nie wieder für Neapel. Par­allel dazu war der Verein damals stark über­schuldet, so dass über Jahre hinweg immer wieder die besten Spieler ver­kauft werden mussten. Dieser sport­liche Ader­lass führte 1997 zum Abstieg in die Serie B. Neapel bekam seine Schulden nie­mals in den Griff und musste 2004 Kon­kurs anmelden. Mit etwas For­tune spielt der neu gegrün­dete Klub Napoli Soccer“ knapp 10 Jahre nach dem Abstieg des SSC Neapel bald wieder in der Serie A. In der Serie B liegen sie aus­sichts­reich im Auf­stiegs­rennen.

8. For­tuna Düs­sel­dorf
Ihre glor­reiche Zeit hatte die For­tuna Ende der 70er, Anfang der 80er Jahre. In der Bun­des­liga erreichte die For­tuna zumeist nur Plätze im Mit­tel­feld, fei­erte in den Pokal­wett­be­werben jedoch große Erfolge. 1978 erreichte die For­tuna mit Star­spieler Klaus Allofs das DFB-Pokal­fi­nale. Das Spiel ging zwar gegen den 1.FC Köln ver­loren, doch da die Kölner in jenem Jahr auch Meister wurden, durfte Düs­sel­dorf in der Fol­ge­saison im euro­päi­schen Pokal­sie­ger­wett­be­werb antreten. Düs­sel­dorf ver­trat den deut­schen Fuß­ball dabei äußerst würdig und kam bis ins End­spiel. Im Finale musste sich die For­tuna dem FC Bar­ce­lona erst in der Ver­län­ge­rung knapp mit 3:4 geschlagen geben. Im selben Jahr gewann Düs­sel­dorf den DFB-Pokal und konnte diesen Tri­umph im darauf fol­genden Jahr wie­der­holen. Zu dieser Zeit gelang ihnen das Kunst­stück, 18 Pokal­spiele in Serie zu gewinnen. Doch diese Serie riss, und damit endete auch die große Zeit der For­tuna. Nach einigen wei­teren Jahren Bun­des­li­ga­mit­telmaß folgte der Abstieg in Liga 2. Düs­sel­dorf ist die Mann­schaft, die in den letzten 20 Jahren in Deutsch­land am häu­figsten auf- und abge­stiegen ist, und hat dabei vier Ligen abge­klap­pert. Aktuell kämpft die For­tuna um den Auf­stieg in die 2. Liga.

9. Bayer 05 Uer­dingen
Die Gro­ten­burg-Kampf­bahn ist jedem deut­schen Fuß­ballfan noch ein Begriff, fand hier doch beim legen­dären 7:3‑Sieg (Halb­zeit­stand 1:3) von Uer­dingen gegen Dynamo Dresden im Pokal­sie­ger­wett­be­werb des Jahres 1986 eines der unglaub­lichsten Spiele der euro­päi­schen Fuß­ball­ge­schichte statt. Doch nur wenige wissen, dass in der Gro­ten­burg aktuell nur noch Ober­liga-Fuß­ball gespielt wird. Für die Saison 2005/06 erhielt der chro­nisch klamme Klub keine Lizenz für die Regio­nal­liga und stieg somit in die Viert­klas­sig­keit ab. 1981 schaffte Uer­dingen zum dritten Mal den Auf­stieg in die 1. Liga, und damit begann die erfolg­reichste Zeit der Ver­eins­ge­schichte. Uer­dingen eta­blierte sich in Liga 1, wurde 1985 mit einem 2:1‑Finalsieg gegen die Bayern DFB-Pokals­sieger und erreichte 1986 mit Platz drei seine beste Plat­zie­rung der Vereinsgeschichte.Nach acht Jahren Erst­klas­sig­keit musste Uer­dingen 1991 jedoch zum wie­der­holten Mal den bit­teren Gang in die Zweit­klas­sig­keit antreten. Anschlie­ßend verkam Uer­dingen zu einer Fahr­stuhl­mann­schaft. Der Rückzug des Haupt­spon­sors Bayer AG anno 1995 lei­tete den end­gül­tigen Abschied aus dem Pro­fi­fuß­ball ein. Mit dem Bayer-Rückzug ging die Um- bzw. Rück­be­nen­nung in KFC Uer­dingen 05 einher. Der KFC konnte sich noch einige Jahre in der 2. Liga halten, doch mit Beginn der Saison 2000/01 war Uer­dingen nur noch dritt­klassig. Dort spielte er solange, bis der DFB ihm die Lizenz ver­wei­gerte.

10. Ajax Ams­terdam
Ajax’ legen­däre Offen­siv­ab­tei­lung mit Cruijff und Nees­kens spielte Anfang der Sieb­ziger regel­mäßig die Hin­ter­reihen euro­päi­schen Top­teams schwin­delig. Zu Recht galten die Hol­länder daher als stärkstes Team auf dem euro­päi­schen Kon­ti­nent. Mit den Trai­ner­größen Rinus Michel und Stéfan Kovács holte Ams­terdam von 1971 bis 1973 dreimal in Folge den Pokal der Lan­des­meister, wurde rei­hen­weise hol­län­di­scher Meister und gewann 1972 außerdem den euro­päi­schen Supercup und den Welt­pokal. Doch in den Acht­zi­gern war es urplötz­lich vorbei mit der hol­län­di­schen Herr­lich­keit. Mit dem Gewinn des Pokal­sieger-Wett­be­werbs sprang nur ein inter­na­tio­naler Titel heraus – für die Ver­ant­wort­li­chen der Aja­cieden damals eine Kata­strophe. Mitte der Neun­ziger besann sich der Verein auf seine Wur­zeln und star­tete seine euro­pa­weit bei­spiel­lose Jugend­ar­beit. Der Erfolg blieb nicht aus: jeder der Spieler, die 1995 die Cham­pions League gewannen, trug von Kin­des­beinen an das Trikot mit dem roten Längs­balken. Das Pro­jekt Jugend­ar­beit schien zu fruchten, Ajax star­tete mit dem besten Kader seit Jahren Rich­tung neues Jahr­tau­send. Doch immer mehr Leis­tungs­träger ver­ließen den Verein. Cla­rence See­dorf, Edgar Davids und Patrick Klui­vert kehrten ihrer Jugend­liebe den Rücken und wurden abseits von Ams­terdam zu Welt­stars. In den ver­gan­genen beiden Spiel­zeiten schei­terte Ajax in der Meis­ter­schaft immer wieder an PSV Eind­hoven. Jüngst ver­spielte das Team mit einer Heim­nie­der­lage in der Qua­li­fi­ka­tion gegen den FC Kopen­hagen sogar seinen Cham­pions League Platz.

11. Ein­tracht Braun­schweig
Die Abschluss­ta­belle der vierten Bun­des­li­ga­saison ist in der Ver­eins­chronik von Ein­tracht Braun­schweig fett unter­legt. Deut­scher Meister 1967 – Ein­tracht Braun­schweig. Ange­sichts der heu­tigen Tabel­len­si­tua­tion des Ver­eins wirkt diese Erfolgs­mel­dung in etwa so über­holt wie die Sehn­süchte der Ein­tracht-Fans nach den rau­schenden Euro­pa­po­kal­nächten Mitte der Sech­ziger. 1968 stand die Ein­tracht im Euro­pa­pokal der Lan­des­meister und schei­terte erst im dritten Anlauf am ita­lie­ni­schen Meister Juventus Turin. Fünf Jahre später stieg die Mann­schaft zum ersten Mal aus der Bun­des­liga ab, schaffte aber den direkten Wie­der­auf­stieg und erreichte 1976 das Vier­tel­fi­nale des UEFA-Cups. Ein Jahr später ver­kün­dete der Verein stolz die Ver­pflich­tung des Natio­nal­spie­lers Paul Breitner von Real Madrid, fand sich jedoch in den fol­genden Jahren immer öfter im Abstiegs­strudel wieder und stieg 1980 als Tabel­len­letzter des Fuß­ball­ober­hauses in die neu gegrün­dete 2. Bun­des­liga ab. Es folgten zwei wei­tere Abstiege mit dem bit­teren Gang in die Ober­liga Nord in der Saison 87/88. Heute grast die Ein­tracht die Nie­de­rungen der 2. Bun­des­liga ab und ist drauf und dran, erneut in die Regio­nal­liga abzu­steigen.