Al Araibi: Der Fußballer, der zum Politikum wurde

Druck von allen Seiten

Amnesty International hatte die thailändischen Behörden dazu aufgefordert, Hakeem Al Araibi sofort freizulassen »und seine sichere Rückkehr nach Australien zu erlauben«, sagte Ilyas Saliba von Amnesty International zu 11FREUNDE. »Die Fifa und nationale Fußballverbände wie der DFB müssen den thailändischen Behörden klar und deutlich signalisieren, dass die Auslieferung von Hakeem Al-Araibi nach Bahrain Konsequenzen haben wird. Die bahrainischen Behörden müssen aufgefordert werden, den internationalen Haftbefehl gegen Hakeem aufgrund fabrizierter Vorwürfe umgehend fallen zu lassen«, sagte Saliba. Der Fall Al Araibi sei eine Chance für die Fifa zu beweisen, wie ernst der Weltfußballverband seine eigenen menschenrechtlichen Verpflichtungen nehme.  

Druck von allen Seiten

Inzwischen hatten sich zahlreiche Institutionen eingeschaltet, die die thailändische Regierung zur Freilassung Al Araibis bewegen wollten. Und auch die Fifa setzte sich für ihn ein. In einem persönlichen Brief an den Premierminister Thailands, Prayut Chan-o-Cha, forderte Generalsekretärin Fatma Samoura, Al Araibi müsse »zum nächstmöglichen Zeitpunkt sicher nach Australien zurückkehren«.

Die australische Regierung bekennt sich öffentlich zu Al Araibi, Premierminister Scott Morrisson schrieb in einem offenen Brief, der Fall berühre ihn persönlich. Druck auf Thailand kommt auch vom Internationalen Olympische Komittee und zahlreichen Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International - zunächst blieben alle Bemühungen ohne Erfolg.