Wo brennt’s?

An Kevin-Prince Boateng (Bild) hat in dieser Woche wohl auch manch Frank­furter noch einmal gern zurück­ge­dacht. Da tauchte der Ber­liner, der die Ein­tracht ver­gan­gene Saison zum Pokal­sieg führte, auf einmal in den ganz großen Schlag­zeilen auf. Even­tuell dachte manch Frank­furter auch: Warte mal ab, lieber Prince, viel­leicht sehen wir uns in der kom­menden Saison noch einmal wieder, wenn du mit dem FC Bar­ce­lona nach Frank­furt kommst. Denn auch der Bun­des­li­gist ist ja mitt­ler­weile drauf und dran, in den Klub der Aus­er­wählten vor­zu­stoßen. Cham­pions League – das könnte für Frank­furt durchaus ein rea­lis­ti­sches Ziel sein. Auch am Samstag in Bremen (18.30 Uhr/​Sky) lassen sie dafür wieder ihre drei Tor­hunde los, zum Rück­run­den­auf­takt trafen sowohl Haller als auch Jovic und Rebic – zum ersten Mal alle in einem Spiel. Doch auch der Gast­geber weiß offensiv zu glänzen, Werder stellt das ein­zige Team, das bisher in jedem Bun­des­li­ga­spiel min­des­tens ein Tor erzielte. Am Sams­tag­abend wird das Sta­dion richtig brennen“, sagt Bre­mens Trainer Flo­rian Koh­feldt voraus: Ich nehme auch ein 7:6.“

Abstiegs­ge­spenst oder Favo­ri­ten­schreck?

Vier Siege aus vier Spielen – macht satte zwölf Punkte. Seit dieser Erfolgs­serie klet­terte For­tuna Düs­sel­dorf vom letzten Platz der Tabelle auf den 14. Rang. In diese Zeit fiel auch ein gera­dezu sen­sa­tio­neller Sieg gegen Borussia Dort­mund – für den Tabel­len­führer die bis­lang ein­zige Nie­der­lage in dieser Saison. Zuvor hatte der Auf­steiger schon den großen Bayern ein 3:3 abge­trotzt und Leipzig ein 1:1. Zum Rück­spiel mit den Sachsen kommt es nun an diesem Sonntag (18 Uhr/​Sky). Und warum sollte Düs­sel­dorf nicht weiter jubeln? Die For­tuna ist nach wie vor der ein­zige aktu­elle Erst­li­gist, gegen den Leipzig in der Bun­des­liga noch nie gewann.

Wer hat’s vor­ge­macht?

Düs­sel­dorf weiß, wie es geht. Aber zu sagen, wir müssen gewinnen – das kann man machen, wäre bei diesem Gegner aber nicht ganz seriös“, sagt Han­no­vers Prä­si­dent Martin Kind vor dem Gast­spiel am Samstag in Dort­mund (15.30 Uhr/​Sky). Da wird ihm wohl keiner wider­spre­chen: 96 hat seit 21 Aus­wärts­spielen nicht mehr gewonnen! Ein beson­deres Spiel in ihrer Bun­des­liga-Geschichte könnte es für die Nie­der­sachsen sowieso werden: Das nächste Gegentor wäre das 1700. Han­nover denkt aber lieber in anderen, gewinn­brin­gen­deren Kate­go­rien: ein Unent­schieden wäre das 250., ein Zu-null-Sieg der 200.

Und sonst?

Den Fuß­ball­fans, die sich im Internet noch einmal vom Boateng-Wechsel nach Bar­ce­lona über­zeugen wollen, wird auf seiner Spie­ler­seite bei trans​fer​markt​.de unter Ver­gleich­bare Spieler“ ange­zeigt: Sandro Wagner vom FC Bayern. Was Boateng, der in allen vier großen euro­päi­schen Ligen seine Tore schoss, und Wagner, der seine treff­si­cherste Zeit bei Darm­stadt hatte, ver­bindet, wird erst auf den zweiten Blick klar: Boateng spielte ab der Jugend bei Hertha. Wagner auch – beim FC Hertha Mün­chen.