Der Kapitän: Felix Kroos
Lange sah es gut aus. Doch auf der Pole Posi­tion ver­sagten die Kräfte. Union Berlin schei­terte knapp am Auf­stieg. Die Sai­sonana­lyse ist schnell abge­schlossen. Für Felix Kroos lag es an Klei­nig­keiten“. Beweis­stück A: man­gelnde Erfah­rung im Auf­stiegs­rennen. 

Nach der ver­gan­genen Saison sollte der Hori­zont nun deut­lich erwei­tert sein. Doch die Liga ist kein Leh­rer­zimmer. Das müssen wir uns hart erar­beiten“, sagt Kroos. Und Kroos kann arbeiten.

Der ehe­ma­lige Bremer ist Kapitän und Mit­tel­feld­motor der Ber­liner. Technik trifft auf Spiel­über­sicht mit ten­den­zi­ellem laissez-faire Ver­halten. Doch Jens Keller zählt auf den Anführer. Auf­stieg nicht unrea­lis­tisch. Viel­leicht reicht Kroos‘ Erfah­rung alleine schon aus.

Der Unter­schätzte: Marc Schnat­terer
Prost! Marc Schnat­terer stößt gele­gent­lich mit den Fans auf einen Sieg an, in Hei­den­heim nach wie vor mög­lich. Denn der Verein bleibt eine kuschlig, muck­lige Familie.

Schnat­terer ist seit der Regio­nal­liga im Klub. Zwei Auf­stiege und 303 Spiele später ist er nicht mehr weg­zu­denken. Der Wohl­fühl­fuß­baller“ ist Hei­den­heims Iden­ti­fi­ka­ti­ons­figur und Leis­tungs­träger. Letzte Saison war der Links­außen unan­ge­foch­tener Top-Tor­schütze. Seine Bilanz: 11 Tore und 14 Vor­lagen in 34 Spielen. 

Trainer Frank Schmidt hat den Klub häpp­chen­weise kon­kur­renz­fähig gemacht. In der Hin­runde schnup­perten die Schwaben sogar an den Auf­stiegs­plätzen. Das Poten­tial ist also vor­handen. Und sollte es mal nicht ganz rei­chen, gibt es ja noch immer Marc Schnat­terer.

Ein aus­führ­li­ches Inter­view mit dem Totti von der Schwä­bi­schen Alb gibt es übri­gens in der aktu­ellen 11FREUNDE #189.

Das Talent: Gökhan Gül
Ein ereig­nis­rei­cher Sommer liegt hinter Gökhan Gül. Wäh­rend Gleich­alt­rige ihre Fidget Spinner krei­seln ließen, setzte der 19-Jäh­rige in Geor­gien zur Blut­grät­sche an. Grund: Gül gehörte zum EM-Kader der U19-Natio­nal­mann­schaft.

U19-Trainer Frank Kramer schätzt die Qua­li­täten des Innen­ver­tei­di­gers. Er besticht durch seine bis­sige Zwei­kampf­füh­rung. Prompt machte er ihn zum Kapitän. Beim VfL Bochum hin­gegen hatte er seine Schwie­rig­keiten. Daher folgte im ver­gan­genen Winter der Wechsel zu For­tuna Düs­sel­dorf.

Nach einem halben Jahr Ein­ge­wöh­nungs­zeit steigen nun seine Chancen auf regel­mä­ßige Ein­satz­zeiten. Zwi­schen­zeit­liche Spiel­mi­nuten bei der Reserve sind wohl unver­meid­lich. Den­noch könnte sich der bul­lige Ver­tei­diger zu einem der größten Talente der 2. Liga ent­wi­ckeln.