5 Auffälligkeiten zum Bundesliga-Start

Es wird wieder gepresst

Alles ist anders diese Saison! Oder etwa nicht? Fünf Beobachtungen zum ersten Spieltag.

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Alles ist anders diese Saison! Oder etwa nicht? Fünf Beobachtungen zum ersten Spieltag.

Am ersten Bundesliga-Spieltag fallen die Masken. Über Wochen haben sich die Hoffnungen der Fans aufgebaut, dass in dieser Saison alles anders, alles besser wird.

Ganz besonders in dieser Saison, da gleich sieben Teams mit einem neuen Trainer in die Spielzeit starten. Doch was hat sich wirklich getan? Welche Trends sind erkennbar? Fünf Auffälligkeiten des ersten Spieltags.

1. Viele Teams benötigen noch Zeit
Neue Trainer bringen meist auch eine neue Spielidee mit. Bis diese Idee in den Köpfen der Spieler angekommen ist, benötigt es Zeit – mehr Zeit, als eine Vorbereitung bietet. So ist es keine Überraschung, dass vieles am Wochenende noch Stückwerk war.

Das Paradebeispiel war die Partie zwischen Borussia Mönchengladbach und Schalke. Während beide Teams die Defensivphilosophie ihrer neuen Trainer Marco Rose (Gladbach) und David Wagner (Schalke) bereits gut umsetzten, haperte es offensiv gewaltig. Ein 0:0 war die logische Folge. Ähnlich schwer taten sich Hoffenheim, Wolfsburg und Köln.

Ironischerweise befindet sich auch so manches Team im Umbruch, das keinen neuen Trainer hat. Werder fehlte beim 1:3 gegen Düsseldorf ein Verwerter der Marke Max Kruse, Mainz ist weiter auf der Suche nach einer Spielidentität und der FC Bayern konnte gegen Hertha beim Stande von 2:2 von der Bank aus nicht nachlegen. Über die Hälfte der Bundesliga-Teams wird bis Mitte der Hinrunde benötigen, ehe alles so läuft, wie sich die Trainer das vorstellen. Außer die Bayern vielleicht. Die leihen sich einfach Barca-Star Philippe Coutinho aus.

2. Beim BVB läuft's
Borussia Dortmunds Verantwortliche und Spieler sprachen vor der Saison ganz offen über das Thema Meisterschaft. Nun stehen sie bereits nach dem ersten Spieltag an der Spitze der Tabelle. Es war nicht nur das 5:1-Ergebnis gegen den FC Augsburg, das beeindruckte. Sondern das Wie.

Vergangene Saison verspielte der BVB die Meisterschaft, da er zum einen psychologisch einbrach, zum anderen taktisch nicht fähig war, tiefstehende Gegner zu knacken. Zum Bundesliga-Auftakt deutete der BVB an, dass er sich in beiden Facetten verbessert hat. So warf das frühe 0:1 die Mannschaft nicht aus der Bahn, sie startete sofort Angriff um Angriff. Das Ballbesitzspiel war derweil eine Augenweide: Dortmund schnürte den Gegner an dessen Strafraum ein, ließ schnell die Kugel laufen und streute immer wieder Tempowechsel und Dribblings ein, um den Gegner zu knacken. Fünf Tore muss man auch gegen Augsburg erst einmal schießen.

In einer Liga, in der sich selbst der FC Bayern im Umbruch zu befinden scheint, wirken die Dortmunder bereits am ersten Spieltag gefestigt. Das muss noch nichts heißen, eine Saison ist schließlich lang. Es deutet aber zumindest darauf hin, dass der BVB auf absehbare Zeit von der Tabellenspitze grüßen wird.