Seite 2: Die Auswechselbank, der Standort und viel Eleganz

Die Jungs, die eh nicht zum Ein­satz kommen

Es gibt die Spieler, die noch auf ihren Ein­satz warten, bezie­hungs­weise ein­fach auf der Bank ver­sauern. 2004 hatten sie wohl­klin­gende Namen. Marcus Daun, der mitt­ler­weile die B‑Jugend beim 1. FC Köln trai­niert. Stefan Beckert, der sich zwar Deut­scher Meister nennen darf, aber für die Bun­des­liga-Mann­schaft nie ein Spiel absol­vierte und seine Kar­riere beim Carl-Zeiss Jena II aus­klingen ließ. Dazu: Marco Stier, Holger Wehlage und Simon Rolfes. 2004 war sogar die Bremer Bank (halb-)prominent besetzt.

Und heute? Sind Jesper Ver­laat, Sohn des groß­ar­tigen Frank, Niklas Schmidt und Justin Eilers noch ohne Spiel­mi­nuten. Im Fall von Yuning Zhang gab sich nicht einmal der Verein die Mühe, zu kaschieren, dass er nur aus Mar­ke­tings­gründen nach Bremen kam. Kein Ver­gleich zur 2004er-Elf. Auf der anderen Seite: die Jungs haben ihre Kar­riere noch nicht – zum Bei­spiel bei Carl-Zeiss Jena II – beendet. Kann noch kommen, aber auch eine steile Welt­kar­riere ist nicht aus­ge­schlossen.

Des­halb:
Bremen 2018: 1.
Bremen 2004: 2.

Der Standort

2004 spielte Werder in Bremen. 2018 auch. Knappes Unent­schieden.

Bremen 2018: 2.
Bremen 2004: 3.

Der Spiel­ge­stalter

Als Werder Bremen 2002 einen Fran­zosen vor­stellte, wusste nie­mand was davon zu halten war. Schließ­lich sagte der Mann so Sätze wie: Mich fas­zi­niert die Frei­heit des Geistes.“ In einer Stadt, in der sie nur Sätze sagen wie: Zweimal Back­he­ring, 4Markfuffzich.“ Johan Micoud brachte den Fein­geist an die Weser. Zeigte den Men­schen jede Woche, was sie hinter dem Tel­ler­rand erwarten würde. Krea­ti­vität, Ele­ganz, Tore. Johan Micoud brachte die große Zeit nach Bremen, ehe er zum Kar­rie­re­ende Winzer wurde und die Frei­heit des Geistes genoss. Aber das sei ihm gegönnt.

Und heute? Fin Bar­tels und Philipp Barg­frede. Merkt ihr selber, ne?

Bremen 2018: 2.
Bremen 2004: 5.