Der Tor­jäger

Max Kruse ist geläu­tert. Vor wenigen Jahren gab es noch Stress, weil er Bar­geld­koffer in Ber­liner Taxen liegen ließ und eine Bild-Repor­terin öffent­lich anging. Dafür strich ihn Joa­chim Löw aus dem Natio­nal­mann­schafts-Kader. Also spielt Kruse für Bremen und schießt ein­fach nur noch Tore. In dieser Saison sind es nur fünf, aber alles besser als die ganzen Skan­dale. Obwohl: Kruse hat jetzt ein Racing-Team gegründet. Wie auch immer das gegen die Bayern helfen soll.

Stress mit Frauen, nackte Tat­sa­chen, Koffer voller Geld. Ailton kennt das alles aus dem Dschun­gel­camp. Wäh­rend seiner Kar­riere stand aber (meis­tens) der Fuß­ball im Vor­der­grund. Der Kugel­blitz schoss Tore, die schöner waren als jedes bra­si­lia­ni­sche Model. Unver­gessen bleibt sein Heber, drei Spiel­tage vor Schluss auf dem Weg zur Meis­ter­schaft, gegen Oliver Kahn – 3:0! Die Bremer waren Meister. In Mün­chen. Und Ailton lag wei­nend auf dem Rasen.

Wenn heute ein Bremer weint, dann wohl nur, weil es zwei­stellig gab. Des­halb:

Bremen 2018: 0 
Bremen 2004. 1.

Der Trainer

Thomas Schaaf gegen Flo­rian Koh­feldt.

Ernst­haft, Leute, das kom­men­tieren wir jetzt nicht.

Bremen 2018: 0.
Bremen 2004: 2.