Man­chester City ist nicht unbe­dingt als Spar­fuchs des inter­na­tio­nalen Welt­fuß­balls bekannt. Laut einer Studie des CIES Foot­ball Obser­vatory“ ist der Klub von Scheich Man­sour bin Zayed Al Nahyan der erste Verein in der Geschichte, der für seinen aktu­ellen Kader über eine Mil­li­arde Euro an Ablö­se­summen auf den Tisch gelegt hat. Die Citi­zens“ stellten jedoch unlängst unter Beweis, dass sie nicht nur auf dem Trans­fer­markt inves­ti­ti­ons­freudig sind, son­dern auch der eigenen Anhän­ger­schaft durchaus etwas bieten möchten. Durch die Instal­la­tion digi­taler Fan-Banner im hei­mi­schen Etihad Sta­dium wurde den Fans sogar das läs­tige“ Auf­hängen von Zaun­fahnen abge­nommen. 

Doch auch für stra­pa­ziöse Aus­wärts­reisen hat sich der aktu­elle Cham­pion der Pre­mier League etwas Deka­dentes ein­fallen lassen. Bei 114 City-Fans ging in dieser Woche ein ganz beson­deres Schreiben ein. Der Absender: Pep Guar­diola. Das Anliegen des Coa­ches: sein beson­derer Dank für die Unter­stüt­zung beim Grup­pen­phasen-Auf­takt­spiel der dies­jäh­rigen Cham­pions-League-Saison bei Schachtar Donezk am 18 Sep­tember. Euren Sup­port in Spielen wie diesen zu bekommen, bedeutet uns extrem viel. Ich habe immer gesagt: Wir sind nichts ohne unsere Fans“, heißt es in dem Schreiben, das bei Twitter kur­siert. 

Üppige Beloh­nung für die unglaub­liche Unter­stüt­zung“

Darin hebt Guar­diola auch die beson­dere Bedeu­tung des Spiels in Charkiw hervor: Wir sind sehr glück­lich, mit einem Sieg in die Cham­pions-League-Saison gestartet zu sein“, so der 48-Jäh­rige. Schachtar sei ein starker Gegner gewesen, doch seine Elf habe gut gespielt, das Spiel kon­trol­liert und ver­dient gewonnen. Die logi­sche Schluss­fol­ge­rung: Als Auf­merk­sam­keit für die unglaub­liche Unter­stüt­zung“ erhalten die 114 Mit­ge­reisten eine City Hos­pi­ta­lity Expe­ri­ence“ für das Rück­spiel gegen die Ukrainer am 26. November. 

Ein 3:0‑Auswärtsieg plus VIP-Paket: So dürften sich die knapp 4.000 zurück­ge­legten Meilen für die City-Fans doch ganz gut ver­kraften lassen. Ob dieses Modell in Europas Fuß­ball-Bel­etage Schule macht und sich Aus­wärts­fans anderer Ver­eine auch bald regel­mäßig in den hei­mi­schen Logen wie­der­finden, darf aller­dings vor­sichtig bezwei­felt werden.