Ous­mane Dem­bélé, 19 Jahre

Der junge Fran­zose wurde in der ver­gan­genen Saison bereits zum Ballon‑d’Or-Gewinner 2020“ sti­li­siert. Nach seiner Traum­saison im letzten Jahr (17 Tor­be­tei­li­gungen in 29 Spielen) wurde der damals 18-jäh­rige von halb Europa gejagt. Bekommen hat ihn – mal wieder – der BVB. Anders als bei den meisten anderen Talenten, denen eine große Zukunft vor­her­ge­sagt wird, hat man bei Dem­bélé nicht das Gefühl, dass er den Ansprü­chen nicht gerecht werden würde. 

Auch in Dort­mund spielt er bisher eine sehr gute Saison in einer Mann­schaft, die aktuell mit ihrer Form zu kämpfen hat. Er kam bisher ins­ge­samt 32-mal zum Ein­satz, erzielte dabei sechs Treffer und berei­tete 14 wei­tere direkt vor. Wäh­rend der Fran­zose in der ver­gan­genen Saison noch sehr tor­ori­en­tiert war und viele Aktionen teil­weise zu über­hastet abschloss, ist sein Spiel seit dem Wechsel zum BVB deut­lich struk­tu­rierter in Posi­tio­nie­rung und Aus­füh­rung geworden.

In den Grund­zügen ist Dem­bélé immer noch der Gleiche: Er ist unor­thodox und für seine Gegen­spieler kaum aus­zu­rechnen. Sein Dribb­ling zeichnet sich weniger durch eine sau­bere Ball­füh­rung aus. Der Fran­zose besitzt sogar eine unsau­bere Ball­be­hand­lung. Dank seiner Schnel­lig­keit und seiner koor­di­na­tiven Fähig­keiten schafft er es den­noch, oder gerade des­wegen, den Ball am Gegen­spieler vor­bei­zu­legen. 


Viel­fach lockt er seine Gegen­spieler mit teils unsau­beren Berüh­rungen aus der Posi­tion heraus, um sie dann im rich­tigen Moment aus­steigen zu lassen. Er ist zudem ein sehr krea­tiver Spieler, der mit beiden Beinen gleich stark agieren kann. Ent­spre­chend ist er auf beiden Seiten fle­xibel ein­setzbar. Als linker Mit­tel­feld­spieler ist seine Spiel­weise ähn­lich variabel aus­ge­richtet wie auf der rechten Seite. Er beschränkt sich nicht nur auf simple Flü­gel­läufe oder inverse Dribb­lings, son­dern kann sich je nach Situa­tion recht intuitiv anpassen. 

Am wert­vollsten ist er, wenn er sich im offen­siven Halb­raum auf­hält und von dort aus kreativ schalten und walten kann. Er hat von dieser Posi­tion aus bes­sere Mög­lich­keiten, seine Krea­ti­vität spiel­för­dernd ein­zu­bringen, sei es durch Dribb­lings, Schüsse, Loch­pässe oder Kom­bi­na­tionen mit Zen­trums­spie­lern. Dem­bélé hat in jedem Fall das Zeug zum Welt­fuß­baller. Wenn er ver­let­zungs­frei bleibt und seine kleinen Schwä­chen in der Posi­tio­nie­rung im Raum behebt, wird er die prä­gende Figur unter den Flü­gel­spie­lern werden.