10 Versionen von »You’ll never walk alone«

Du singst nie allein

Im neuen 11FREUNDE-Heft erzählen wir die Entstehungsgeschichte des berühmtesten Fußballliedes der Welt: »You'll never walk alone«. Hier zeigen wir Euch zehn Interpretationen – von Elvis Presley bis in die Kurve und zurück. 10 Versionen von »You’ll never walk alone«
1. Gerry & The Peacemakers

Die Klassische: Das Video zeigt schmuddelige Fabrikgebäude und den schwitzenden Sänger Gerry in Großaufnahme. Working Class at its best! Diese Version wird bei sämtlichen Spielen auf dem Erdball über die verschiedensten Stadionlautsprecher geschmettert. Kommt für den Hörer wie ein gefühlsechter Gänsehautschub.



2. Die Toten Hosen


Die Rockige: Ganz schön viel Pathos von den Hosen. Die Version für Saufbolde und hemmungslose Trinkgelage, wo man sich nach zehn Bier und zehn Korn auf den Tisch stellt, seinen Kumpel an den Schultern packt und anfängt, beim Refrain mitzugrölen. Das endet dann mit dem Uwe Reinders Gedächtnissturz unter die Bierbank. Na dann Prost!




3. The Three Tenors


Die Pompöse: Diese eingesungene Version von Placido, Jose, und Luciano wirkt mitunter aufgesetzt. Auch hat man das Gefühl, dass die drei gar keinen Bock auf dieses Lied hatten und deshalb auch hörbar aus dem Taktgefüge ausbrechen. Der Zuhörer erkennt zu Beginn gar keine Passagen, außer dem Refrain und der wirkt – Verzeihung, ihr erhabenen Tenöre – echt verhunzt.





4. Tom Jones


Die Soulige: Beifall für Tom Jones! Wahrscheinlich eine der besten Coverversionen unseres Stücks. Die alte Soulbirne ist einfach ein Profi, wenn es um Performance geht: emotionales Gesichtskino von der ersten bis zur letzten Sekunde. Gelernt ist eben gelernt, Tommy Boy! Da fällt einem beim Hören buchstäblich der Schmalz aus den Ohren.




5. Jordin Sparks

Die Gecastete: Heulboje ist wohl der treffende Ausdruck für die Dame, die im Jahr 2006 bei der Castingshow »American Idol« unseren Song covern durfte. Beim Anhören sollte man alle vorhandenen Glasartikel aus Reichweite der Computerboxen entfernen. Sie könnten platzen.



6. Nina Simone

Die Instrumentale: Nina Simone, ihres Zeichens Klaviervirtuosin, beglückt uns mit ihrer Interpretation des Songs. Leider neigt der Zuhörer dazu, nach zehn Sekunden Stopp zu drücken, weil das Stück doch – mit Verlaub – total langweilig ist.



7. Elvis Presley

Die Sanfte: Zusammen mit einem Gospelchor gibt Elvis eine gefühlvolle Version des Songs zum Besten. Das muss man gehört haben, um die Tragweite des Liedes verstehen zu können. Und glaubt mir, der King lebt und singt heute noch in irgendeinem verranzten Pub in den schottischen Highlands »You'll never walk alone«.





8. Celtic Glasgow Supporters


Die Tragische: Nach den Bombenattentaten von Madrid trafen am 11. März 2004 die Mannschaften von Celtic und Barcelona im UEFA-Cup Achtelfinale aufeinander. Die Celtic-Fans gedachten mit ihrem Gesang den Opfern dieses Terroranschlages und erwiesen ihnen damit die letzte Ehre. Vermutlich einer der ergreifendsten Momente für unser Musikstück.



9. Me and Jeri

Die Peinliche: Oh my god! Zwei weibliche englische Teenies besaufen sich vor der Kamera und versuchen anschließend, unseren Song mit Hilfe einer Karaoke Maschine zu maltretieren. Die Beschreibung »unsagbar schrecklich schlecht« ist für diese Performance noch vollkommen untertrieben. Das hat unser Lied nicht verdient. Dieses Video erzeugt Schübe von Schüttelfrost.



10. Liverpool Fans Anfield

Die Traditionelle: Was soll man dazu noch sagen? Dank der Liverpool-Fans ist dieses Lied das, was es eben ist – die größte Fanhymne aller Zeiten. Zum Genießen!