10 mögliche neue HSV-Hymnen

»Don't Stop Believing«

Der HSV schafft »Hamburg, meine Perle« als Hymne vor den Spielen ab. Wer steigt dafür demnächst auf den Kran und gibt welchen Song zum Besten? Wir haben zehn Vorschläge gesammelt.

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1.) Another one bites the Dust – Queen
Der Tag muss noch kommen, an dem irgendeine 11freunde.de-Musikliste zusammengeblödelt wird, ohne dass darin ein Song von Queen vorkommt. Abgesehen davon eignet sich »Another one bites the Dust« natürlich perfekt für sämtliche Kaiserslauterns oder 1860 Münchens des deutschen Fußballs, deren Weg der Hamburger SV ja zu beschreiten droht, wenn nicht bald die Bundesliga-Rückkehr glückt. In dieser Sekt-oder-Selters-Saison könnte Queens alter Gassenhauer also als musikalisches Mahnmal funktionieren. Praktisch: Geht es schief, haben die Leute wenigstens geile Mucke gehört.
 
Passendste Liedzeile:
Are you ready, hey, are you ready for this?
Are you hanging on the edge of your seat?
- Erfasst perfekt die Stimmung im Volkspark kurz vor einem elektrisierenden 0:0 gegen Wehen Wiesbaden.
 
Live spielbar?
Eher nicht so gut. Freddie Mercury ist seit 28 Jahren tot, also etwa so lange wie das HSV-Offensivspiel. Ihn per Kran vor die Fankurve zu hieven, wäre allerhöchstens theoretisch machbar, würde aber wohl eher zu schlechter Presse und schwer traumatisierten Kids in der Familienkurve führen. Und von beidem hat der HSV ja schon genug.




2.) Money for Nothing – Dire Straits
Pierre Michel Lasogga. Lewis Holtby. Bobby Wood. Aaron Hunt. Alen Halilovic. Walace. Alex Silva. Juan Pablo Sorin. Markus Berg. Boubacar Sanogo. Mohamed Zidan. Thiago Neves. Michael Gravgaard. David Rozenahl. Und, und, und. Richtig Geld in die Hand zu nehmen und dafür wenig bis gar nichts zurückzubekommen, schien lange eine Art wirre Transferstrategie des HSV zu sein, um so vielleicht die Meisterschaft in Gegenteilland zu gewinnen. »Money for Nothing« zollt diesem Umstand Tribut, passt derweil aber auch auf die schwindelerregenden Ticketpreise im Volkspark im Vergleich zum anschließend Dargebotenen.

Passendste Liedzeile:
Now that ain't workin'
- Treffende Zusammenfassung der HSV-Abstiegssaison.
 
Live spielbar?
Die Dire Straits haben sich 1995 leider aufgelöst, aber vielleicht steigen ja ein paar HSV-Allstars auf den Kran und interpretieren den Klassiker neu. Heribert Bruchhagen am Sparstrumpf, Jens Todt am Unterkiefer, Bernd Hollerbach am umgestoßenen Bock und alles tanzt dann nach Klaus Michael Kühnes Pfeifensolo. 


 

3.) Physical – Olivia Newton-John

Wenn dem HSV in der letzten Saison eines gefehlt hat, dann die körperbetonte Spielweise, um in der zweiten Liga zu bestehen. Das und die fußballerische Klasse. Und ein passend zusammengestellter Kader. Und ein fähiger Trainer. Und Ruhe im Umfeld. Und ein Spielmacher, der nicht Aaron Hunt ist. Und…, naja, lassen wir das. Damit die HSV-Spieler sich in der neuen Saison nicht von jedem Zufälligerweise-Profi-geworden-eigentlich-Bankkaufmann aus Heidenheim mit ein paar kernigen Bodychecks den Schneid abkaufen lassen, gibt Olivia Newton-John die Marschroute vor. Kann sie wahrscheinlich besser als Hannes Wolf.
 
Passendste Liedzeile:
Let's get physical
Let me hear your body talk
- Perfekte Anmoderation einer in der dritten Minute eingesprungenen Wutgrätsche direkt vor der gegnerischen Auswechselbank, um mal ein Zeichen zu setzen.

Live spielbar?
Olivia Newton-John hat über 100 Millionen Platten verkauft und vier Grammys gewonnen. Wenn sich der HSV den nächsten Lasogga spart, ist sie vielleicht zu finanzieren.