10 Alternativen zum DFB-Pokalfinale

Geht’s raus und macht's was!

Pokalfinale Bayern – Leipzig! Kein Bock? Kein Problem! Wir haben zehn Vorschläge für Alternativprogramm am Samstagabend.

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1.

Nachdem die Halbfinals gespielt, Bayern München wegen eines unberechtigten Elfmeters gegen Werder und das sowieso vollkommen egale Leipzig gegen den HSV ins Endspiel eingezogen waren, hatte ein Bremen-Fan die zündende Idee: ein alternatives Pokalfinale der unterlegenden Halbfinalisten. Nordderby statt Langeweile wäre zwar schön gewesen, wird es aber leider nicht geben. Genug zu tun gibt es trotzdem.

2.

Im Berghain steigt zum Beispiel wie gewohnt ab 0 Uhr die berühmte Klubnacht. Bekanntermaßen wird der Andrang groß, die Schlange dementsprechend lang sein. Der kluge Klubgänger stellt sich deshalb früh genug an, um an ihrer Spitze zu sein, wenn sich die Türen der heiligen Hallen öffnen. Wir empfehlen so circa 20 Uhr, ein bis fünf Flaschen Sekt für den Zeitvertreib und das Lieblingstrikot ganz in schwarz einpacken. Macht auch beim Türsteher einen klasse Eindruck, zeigt nämlich, dass ihr richtig Bock habt – versprochen. 

3.

Wer auf Fußball nicht verzichten möchte, kann sich auch ein Schmankerl aus dem Programm des »Finaltag der Amateure« raussuchen. FC 08 Villingen gegen den 1. FC Rieslasingen-Arlen in Südbaden zum Beispiel, oder wahlweise auch der Klassiker FSV Preußen Bad Langensalza gegen FSV Wacker Nordhausen. Endlich ein Spiel, das den Titel auch verdient hat! Dann einfach bei jedem Fehlpass einen Kurzen nehmen, für jeden Befreiungsschlag ein Bier exen und – zack! – seid ihr um 20 Uhr so blau, dass ihr vom DFB-Pokal gar nichts mehr mitbekommt, selbst wenn ihr es wolltet.

4.

Falls ihr den Abend statt im Vollrausch lieber gemütlich auf der Couch verbringen möchtet, könnt ihr natürlich trotzdem den Fernseher einschalten. Einfach nicht die eins für ARD auf der Fernbedienung drücken, sondern etwas im Abseits der bundesdeutschen TV-Landschaft zappen. Tele5 zeigt um 20.15 Uhr zum Beispiel »Down – Fahrstuhl in den Tod«. Da geht es mindestens so schnell in den Keller wie die Stimmung zur Halbzeitpause im Olympiastadion. Wem es nach mehr Spannung dürstet und nicht auf Titelkämpfe verzichten will, der schaltet rüber zum MDR und zu »Die Schlager des Jahres« – mehr Tradition als RB Leipzig und frischere Gesichter als in der Führungsriege des FC Bayern.

5.

Jährlich begehen Fans von Douglas Adams und seines Werks »Per Anhalter durch die Galaxis« am 25. Mai den »Towel Day«, tragen ein Handtuch mit sich herum oder wickeln es sich als Turban um den Kopf. Finden wir sowieso eine gute Idee und pünktlich um 20 Uhr kann man sich den Handtuch-Turban dann über die Augen ziehen, um sie vor der schrecklich drögen Realität des deutschen Profifußballs zu verschließen. Wer etwas in sich gehen möchte, stellt sich dann noch die Frage nach der Lösung für dessen Probleme. Erfahrene Towel-Day-Teilnehmer kennen die Antwort.