Langsam aber sicher ist sie da, die Weih­nachts­zeit. Und damit beginnt jedes Jahr aufs Neue ein schier end­loser Mara­thon aus pein­li­chen Super­markt­wer­bungen, über­füllten Innen­städten und kit­schigen Happy-End-Filmen. Markus Rosen­berg hat diese jähr­lich viel zu schnell auf­kreu­zende Zeit am Don­nerstag offi­ziell ein­ge­läutet – so kit­schig wie sich der Schwede von der Fuß­ball­bühne verabschiedete. 

Denn wäh­rend andere Stürmer nach der Blü­te­zeit ihrer Kar­riere nochmal für ein paar Jahre in die USA oder nach China wech­seln, ver­brachte Rosen­berg die letzten Sai­sons bei seinem Jugend­verein Malmö FF. Und das sogar höchst erfolg­reich: 153 Spiele, 107 Tor­be­tei­li­gungen und drei Meis­ter­titel sam­melte der Ex-Bremer im Spät­herbst seiner Kar­riere bei den Schweden. Bereits bei seinem letzten Liga­spiel im Oktober erzielte der inzwi­schen 37-Jäh­rige einen Dop­pel­pack, auch damals ver­ab­schie­dete ihn das Publikum mit Standing-Ovations.

In Bremen unsterblich

Dabei war der Stürmer zeit seiner Kar­riere nicht gerade der klas­si­sche Typ Spieler, der sich per­ma­nent in den Vor­der­grund drängte. In all den Erzäh­lungen über die guten alten Wer­der­tage, die 5:4‑Schützenfeste und spek­ta­ku­lären Flut­licht­spiele, fällt sein Name viel zu selten. Markus Rosen­berg, guter Stürmer damals, klar. Aber weißt du noch, was für einen Huf der Almeida hatte?

Doch damit tut man ihm Unrecht. Denn zwi­schen all den Auf-und-Abs, zwi­schen den Diegos und Petri Pasa­nens, war der Schwede immer irgendwie da. Er war keiner, mit dessen Tri­kots man die Kids auf jedem Bremer Bolz­platz sah, aber auch nie­mand, über den sich die ersten Mitt­fünf­ziger nach jeder ver­ge­benen Tor­chance lustig machten. Er war ein­fach da – und das oft zum genau rich­tigen Zeitpunkt: