Ver­mut­lich liegt es an der beson­deren Posi­tion, dass fast jeder Tor­hüter aber­gläu­bisch ist. Ich trage seit 20 Jahren ein Bas­ket­ball-Unter­hemd mit meiner Glücks­zahl, der 13. Dar­über ziehe ich ein T‑Shirt mit einem großen Tiger­kopf und das Tor­wart­trikot. Und dann ist da natür­lich die graue Trainingshose.

Hose Kiraly“ in den Größen XS bis XXXL.

Es begann alles Mitte der Neun­ziger beim unga­ri­schen Klub Haladás Szom­ba­thely, mit dem wir damals mitten im Abstiegs­kampf steckten. In dieser Zeit trug ich immer schwarze Trai­nings­hosen. Doch eines Tages vergaß unser Zeug­wart, die Hose für das nächste Spiel zu waschen, also musste eine Ersatz­hose her – und die ein­zige sau­bere Hose war eben grau. Wir gewannen das Spiel und hielten mit einer Serie von neun Spielen ohne Nie­der­lage die Klasse. 

Seitdem habe ich immer graue lange Trai­nings­hosen getragen, bei Hertha BSC, bei Crystal Palace, in der Natio­nal­mann­schaft und auch heute noch. Manchmal mussten die Aus­rüster die Hose extra her­stellen, denn sie war nicht Teil der Kol­lek­tion. Bei 1860 Mün­chen gab es sie sogar im Fan­shop, als Hose Kiraly“ in den Größen XS bis XXXL.

Ich würde sie nie privat anziehen

Pro Jahr ver­brauche ich durch Trai­nings­ein­heiten und Pflicht­spiele etwa 20 bis 30 Hosen. Wichtig ist, dass sie unten am Knö­chel Bünd­chen hat und eine Nummer zu groß ist, so dass sie weit und schlab­berig ist. Ich muss darin nicht gut aus­sehen, ich brauche ein­fach viel Platz. Doch auch wenn sie gemüt­lich ist, würde ich sie nie privat anziehen – sie ist meine Arbeits­klei­dung. Glück­li­cher­weise gibt es andere Hosen, die ebenso bequem sind, ich mag zum Bei­spiel lockere Dreiviertelhosen.

Übri­gens: Ich nehme meine Hosen und Shirts immer mit ins Hand­ge­päck, damit nichts weg kommt. Außerdem wasche ich immer selbst, so bin ich dafür ver­ant­wort­lich, dass die Hosen recht­zeitig sauber werden. Nur meine aller­erste Buxe werde ich leider nie wieder hin­be­kommen. Sie hängt löchrig bei mir im Schrank.