1.
Ist man erstmal sus­pen­diert, schimpft es sich ganz unge­niert: Diesen Schwach­sinn muss ich mir Gott sei Dank in Zukunft nicht mehr anhören“, schoss Mario Basler Rich­tung Bayern-Füh­rungs­riege, nachdem er 1999 frei­ge­stellt worden war. Der Wei­zen­bier-Conais­seur hatte zu einer zünf­tigen Wirts­haus­ran­gelei nicht Nein“ sagen können. Seinen Maß-Arm hält Basler mitt­ler­weile im Dop­pel­pass fit. 

2.
Apropos Dop­pel­pass: Im all­sonn­täg­lich live­über­tra­genen, hem­mungs­losen Weiß­bier­früh­stück sitzt mitt­ler­weile auch Stefan Effen­berg. Pas­sen­der­weise wurde der nicht nur sus­pen­diert, nachdem er 1994 den Mit­tel­finger Rich­tung deut­scher Fans aus­ge­packt hatte, son­dern eben­falls, nachdem er die bay­ri­sche Lan­des­haupt­stadt 2003 fast in soziale Tumulte ver­setzte. Ich würde die Stütze auf ein Minimum her­ab­setzen, sodass jeder arbeiten muss“, hatte er seine poli­ti­schen Visionen frei von der gers­ten­saft­be­las­teten Leber weg prä­sen­tiert. Dabei stellte sich das Pro­blem gar nicht, würde jeder wie er für die Arbeit am Glas bezahlt.

3.
Unge­sund ist das rich­tige Stich­wort für… Alex­ander Nouri. Nicht wegen seiner gesund­heits­ge­fähr­denden Bilanz als Trainer von Werder Bremen oder des FC Ingol­stadt, nein. Nouri hat ein Pro­blem mit Weiß­brot. Fran­zö­si­schem Weiß­brot genauer gesagt, Baguette näm­lich. Gerade wenn dieses üppig belegt“ ist und vom Bremer U23-Stürmer Melvin Lorenzen auf der Aus­wärts­fahrt nach Erfurt aus­ge­packt wird. Logi­sche“ Kon­se­quenz: Suspendierung.

4.
Das Gegen­teil von Logik? Richtig! Uli Stein, der Zeit seiner Kar­riere wahl­weise für Begeis­te­rungs­stürme oder Kopf­schüt­teln sorgte. Letz­teres zum Bei­spiel, als er Natio­nal­trainer Franz Becken­bauer einen Sup­pen­kasper“ nannte, womit die WM 1986 für ihn beendet war. Ein Jahr später setzte er noch einen drauf und Bay­erns Jürgen Weg­mann seine Faust ins Gesicht. Mit Kippe in der Hand und Drei-Packungen-täg­lich-Stimme erklärte HSV-Prä­si­dent Wolf­gang Klein auf einer Pres­se­kon­fe­renz: Wir haben Uli Stein auf unbe­stimmte Zeit beur­laubt und ihm emp­fohlen sich einen neuen Verein zu suchen.“

5.
Stein war aber nicht der erste, der sich selbst eine Welt­meis­ter­schaft ver­baute. Dieser Rekord geht an Sig­mund Siggi“ Haringer. Der wurde vom Reichs­trainer Otto Nerz 1934 nach Hause geschickt, nachdem er auf dem Bahn­steig eine Apfel­sine gegessen hatte. Eine Apfel­sine! Auf dem gott­ver­dammten Bahn­steig! Unfassbar. Was erlauben Haringer?