These: Men­schen, die stolz auf ihre Schall­plat­ten­samm­lung sind, können mit Jürgen Klopp nichts anfangen. Außer natür­lich sie halten es mit dem Ball­spiel­verein Borussia 09 Dort­mund (oder Mainz 05). Weil: dafür sind dann selbst Nerds zu dankbar. Für all das, was dieser Kloppo“, dieser Cha­risma-Con­di­tioner mit der Pöhler“-Kappe, ihrem ersatz­re­li­giösen Verein erbracht hat.

Aber Men­schen also, die stolz auf ihre Schall­plat­ten­samm­lung sind und die es nicht mit dem Ball­spiel­verein Borussia 09 Dort­mund halten (oder Mainz 05) – krasse Klop­po­kaster.

Hass wegen Liebe?

Denn wer stolz auf seine Schall­plat­ten­samm­lung ist, hat es nicht gern populär. Nie­mand, der sich der Pla­ckerei aus­setzt, ver­kratzte Vinyl­scheiben zu ent­stauben, der viel Geld inves­tiert hat, diesem anti­quierten Medium seine Macken aus­zu­treiben (Kanal­tren­nung, Klirr­faktor, Gleich­lauf­schwan­kung..), betreibt das absurde Geek-Geeiere, um anschlie­ßend eine 7 Inch“ von Britney Spears auf­zu­legen. 

Alles Popu­läre ist ihnen ein Graus. Unbe­dingt wollen sie sich von der Masse abheben. Sie sind Schuld an einem der schlimmsten Sätze deut­scher Sprache: Früher waren sie besser.“ Weil früher meint, dass diese Band, von der dann die Rede ist, da noch nie­mand kannte. Außer ihnen. Die einzig und allein in der Lage sind, den wahren Wert der Dinge zu erkennen. 

Manchmal trauern sie um völlig zurecht in Ver­ges­sen­heit gera­tene (N)One-Hit-Wonder aus den Acht­zi­gern, wenn diese dann auch bio­lo­gisch das Zeit­liche segnen. Dann posten sie auf Insta­gram eine sel­tene Maxi-Single vom unbe­kannten zweiten Album des Neben­pro­jekts des Ver­stor­benen, auch wenn die, natür­lich, nur was für Kenner“ ist. Und dabei hassen sie dann Jürgen Klopp. Weil den sonst alle lieben.