1.

Dass Fried­helm Funkel seit dem dies­jäh­rigen Auf­stieg mit der For­tuna mit sechs Bun­des­liga-Auf­stiegen Rekord­halter in dieser Kate­gorie ist, weiß mitt­ler­weile jeder. Weniger bekannt ist, dass ihm sein erster Auf­stieg als Trainer schon 1989/90 gelang. Neben seiner Profi-Kar­riere hatte Funkel bei seinen Hei­mat­verein VfR 06 Neuss den Trai­ner­posten über­nommen und zog mit seiner Mann­schaft im zweiten Jahr sou­verän in die Ver­bands­liga ein.

2.

Viele hatten nicht mehr für mög­lich gehal­tenen, dass Funkel nochmal Bun­des­liga trai­nieren würde. Raus­wurf in Bochum, Raus­wurf in Aachen, Raus­wurf bei 1860. Seine Kar­riere schien sich dann doch so langsam aber sicher dem Ende ent­gegen zu neigen. Aber zwei Jahre später, 2016, rief die For­tuna an. 2013 hatte Funkel gegen­über 11FREUNDE gesagt: Ich will einmal noch in die Bun­des­liga. Das ist das Geilste.“ Will­kommen zurück.

3.

Den ersten Job im Profi-Trai­ner­busi­ness lan­dete Funkel direkt nach dem Kar­rie­re­ende, als er in Uer­dingen Co-Trainer von Timo Konietzka, dem ersten Tor­schützen der Bun­des­li­ga­ge­schichte wurde. Uer­dingen stieg ab, Konietzka musste gehen – und Funkel über­nahm. Als Manager an seiner Seite: Felix Magath, der sich laut Fun­kels Aus­sagen schon mal bei einem mor­gend­li­chen Lauf ums Trai­nings­ge­lände verirrte.

4.

Einen Titel konnte Funkel noch nie gewinnen. Zumin­dest nicht als Trainer, wo er eher den liga­über­grei­fenden Plätzen 10 bis 28 zuzu­ordnen ist. Als Spieler holte er mit Uer­dingen den DFB-Pokal 1985 und drei Jahre später den pres­ti­ge­träch­tigen DFB-Hal­len­pokal. Das High­light seiner Kar­riere, und darauf sind bestimmt so einige nei­disch, war aber ver­mut­lich der unver­gess­liche Gewinn des Inter­to­to­cups, eben­falls 1988. Glückwunsch.

5.

Aber mal ehr­lich: Das legen­därste Zeugnis aus Fun­kels aktiver Kar­riere wird sowieso für immer dieser Uer­dingen-Wer­be­spot bleiben. Ist es ein Vogel? Ist es ein Flug­zeug? Nein…