Joel Gro­dowski, wie klingt Aki Watzkes Stimme am Telefon?

Von Watzke wurde ich leider nicht ange­rufen, son­dern von Scouts, die mich bei einem unserer Kreis­liga-Spiele ent­deckt hatten und für die zweite Mann­schaft vor­ge­schlagen haben.

Was dachten Sie, als die Anfrage vom BVB kam? 

Das war wie im Mär­chen. Ich bin mit Herz­blut BVB-Fan und Profi zu werden war sowieso immer mein Traum. Kurz gesagt: Da musste ich erst mal drauf klar­kommen. Dem­entspre­chend nervös war ich dann auch beim ersten Trai­ning in Dort­mund. Die Anspan­nung hat sich aber schnell gelegt, weil mir die Ver­ant­wort­li­chen recht rasch signa­li­siert haben, dass ich das Zeug dazu habe, dort zu spielen.

Ihnen wurde also ein Ver­trag beim BVB angeboten? 

Nach der letzten Trai­nings­ein­heit wurde mir gesagt, dass ich über­zeugt habe und alle sehr zufrieden mit mir seien. Danach haben wir noch ein biss­chen gequatscht und mir wurde gesagt, dass sie mich ver­pflichten würden. Und dann kam dieser beschis­sene Medizincheck. 

Und die Dia­gnose: Ver­en­gung des Spi­nal­ka­nals und Band­schei­ben­pro­bleme. Wussten Sie davon? 

Nein. Ich hatte schon ein paar Tage Rücken­schmerzen, aber eigent­lich nie wirk­lich Pro­bleme. Des­wegen dachte ich, dass das viel­leicht von der Über­be­las­tung kommt. Trai­ning zwei Mal am Tag und das in einem hef­tigen Tempo – das kannte ich ja aus der Kreis­liga alles nicht. Da trai­niert man zwei Mal die Woche. Aber die Rücken­pro­bleme sind nicht chro­nisch und behan­delbar. Ich habe die rich­tige Phy­sio­the­rapie gefunden und werde in ein paar Wochen wieder fit sein. 

Sind Sie sauer, dass der BVB Sie nicht bei der Gene­sung unter­stützen wollte?

Ich kann ver­stehen, dass der BVB dieses Risiko nicht ein­gehen wollte. So ist das halt im Pro­fi­be­reich. Viele wollen nicht erst einen Spieler auf­bauen, son­dern nehmen lieber wen, der schon fit ist. Ich glaube trotzdem weiter an mich und es lesen nun ja genug Leute, dass ich ein paar Tör­chen geschossen habe.