Stra­ßen­fuß­baller müssen nicht immer nur offensiv aus­ge­rich­tete Tech­niker sein. Auch Taras Mykhalyk lernte sein Fuß­werk direkt vor der Haustür. Er schloss sich erst spät einem Verein an. Seine erste Pro­fi­sta­tion war der Zweit­li­gist CSKA Kiew, wo er nicht gerade mit Geld über­schüttet wurde – es gab gerade einmal 100 Dollar pro Monat. Von Kiew zieht es ihn immer wieder in seine Heimat nach Wol­hy­nien in den Nord­westen des Landes. Und das, obwohl er dort einem Schieds­richter einmal einen ganz unge­wöhn­li­chen Dienst leisten musste, um eine rote Karte ver­gessen zu machen: Mykhalyk repa­rierte die Reifen am Auto des Unparteiischen.

Heute sieht er wun­der­schön aus“, sagt Jose Anigo heute über seinen ehe­ma­ligen Tor­wart bei Olym­pique Mar­seille, Cedric Carr­asso. 2001 sah das noch ganz anders aus. Mit 20 Jahren hatte Carr­asso einige Kilo­gramm zu viel auf den Rippen. Pro­ble­ma­tisch für eine Pro­fi­kar­riere. Also ver­ord­nete er sich eine strikte Diät. Mit zwei fett­freien Joghurts, zwei zarten Stück Pute, zwei Stunden schwimmen und zwei Stunden joggen brachte sich Carr­asso im Eil­tempo auf Nor­mal­ge­wicht. Auch wenn der Weg etwas radikal erscheint: Mein Arzt meinte, dass ich nicht mehr alle Tassen im Schrank habe.“

Sieben Jahre spielte Olof Mellberg bei Aston Villa, bevor 2008 zu Juventus Turin wech­selte. Doch ganz heim­lich wollte er sich nicht aus dem Staub machen. Also kaufte Mellberg 3200 Tri­kots, ließ sie mit seiner Rücken­nummer vier sowie dem Slogan Mellberg Thanks 4 Your Sup­port“ bedru­cken und ver­schenkte sie an die Zuschauer, die sein letztes Spiel im Villa-Dress bei West Ham United ver­folgten. 50000 Pfund ließ sich Mellberg die Aktion kosten. Einige Stunden an Arbeit musste er zusätz­lich auf­wenden: Der Ver­tei­diger, der mitt­ler­weile bei Olym­piakos Piräus spielt, signierte jedes ein­zelne Trikot.

Wer in Liver­pool geboren wird, muss sich irgend­wann ent­scheiden, wel­chen Klub er anfeuern wird: den FC Liver­pool oder den FC Everton. Eine Ent­schei­dung für das Leben. Außer in der Familie von Leighton Baines. Der Links­ver­tei­diger kommt aus einer Familie voller Tof­fees. Bis auf Baines-Senior, der glü­hender Anhänger der Reds ist. Als sein Sohn jedoch 2007 bei Everton einen Ver­trag unter­schreibt, wech­selt er die Seiten. Blut ist halt dicker als Vereinsliebe.