High­light der Hin­runde
Der 5:0‑Heimsieg am letzten Spieltag der Hin­runde gegen Werder Bremen war für Schalke 04 der höchste Bun­des­liga-Sieg seit über drei Jahren. Publi­kums­lieb­ling Raúl traf gleich dreimal gegen über­for­dert wir­kende Bremer. Später durften noch Hun­telaar und sogar Papado­poulos netzen. Der Kan­ter­sieg krönte am 17. Spieltag eine überaus erfolg­reiche Hin­runde – Schalke blieb in Schlag­di­stanz zu den Bayern und, noch wich­tiger, auf Dort­munds Fersen. Nach dem Spiel fei­erten Raúl und Papado­poulos eupho­ri­siert mit den Fans in der Nord-Kurve.

Tops und Flops
Klaas-Jan Hun­telaar prä­sen­tierte sich in bestechender Form, in den bis­he­rigen 27 Pflicht­spielen gelangen ihm sen­sa­tio­nelle 26 Treffer und acht Vor­lagen. Er ist Tops­corer der Bun­des­liga mit 15 Tref­fern und fünf Vor­lagen.

Neu­zu­gang Chris­tian Fuchs pro­fi­lierte sich eben­falls durch kon­stante Leis­tung und war auf Anhieb eine zuver­läs­sige Größe in der Schalker Vie­rer­kette. Seine Bilanz: 1530 absol­vierte Minuten in 17 Spielen (Fuchs spielte alle Spiele durch), zwei Tore und vier Vor­lagen. Chapeau.

Nachdem Jer­maine Jones im Ach­tel­fi­nale der DFB-Pokal-Partie gegen Glad­bach absicht­lich auf Marco Reus´ ohnehin ange­schla­genen Fuß getreten war, wurde der US-ame­ri­ka­ni­sche Natio­nal­spieler mehr­fach wegen Kör­per­ver­let­zung von Mön­chen­glad­bach-Fans ange­zeigt. Schiri Wolf­gang Stark hatte die Tät­lich­keit nicht gesehen, Jones bet­telte aller­dings weiter um einen Platz­ver­weis – und bekam ihn schließ­lich in der Nach­spiel­zeit. Inzwi­schen hat sich der Deutsch-Ame­ri­kaner klein­laut wäh­rend eines Tele­fo­nats und via Twitter bei Reus(s) entschuldigt.

Ja, gut äh, ich sach mal: Medialer Höhe­punkt
Der Rück­tritt von Ralf Rang­nick ent­larvte das Pro­fi­fuß­ball-Geschäft erneut als see­len­ver­zeh­rendes Mons­trum. Ein wei­teres Mal wurde medi­en­wirksam über das Thema Druck“ debat­tiert, ein wei­teres Mal änderte sich trotzdem nichts. Schalke 04 zeigte sich dem Rück­tritt Rang­nicks gegen­über ver­ständ­nis­voll und ver­pflich­tete Euro-Fighter Huub Ste­vens. Rang­nick fühlt sich unter­dessen wieder besser und hat sein Burn-Out-Syn­drom offenbar über­wunden. Er will im Sommer wieder Chef­coach eines Bun­des­liga-Ver­eins sein.

Zitat der Hin­runde
Schalke ist nicht irgendein Verein. Einmal Schalke, immer Schalke.“ (Huub Ste­vens bei seiner ersten Pres­se­kon­fe­renz nach seiner Rück­kehr nach Gelsenkirchen.)

Wenn dieser Verein ein Job wäre, so wäre er…
Pro­fi­rad­sportler – im Wind­schatten radeln die Schalker unbe­hel­ligt im Füh­runs­g­feld, um in der Rück­runde einen Aus­reiß­ver­such zu unter­nehmen und über­ra­schend das gelbe Trikot abzu­greifen. Ande­rer­seits wollen sie wahr­schein­lich übehaupt kein gelbes Trikot und es reicht nur zum zweiten Platz.